Spioniert Facebook etwa unsere Gefühle aus?

Spioniert Facebook jetzt schon die Gefühle seiner Mitglieder aus?
Spioniert Facebook jetzt schon die Gefühle seiner Mitglieder aus?  © dpa/Tobias Hase

Sydney - Dieser Verdacht kratzt stark am Image von Facebook: Die Zeitung "The Australien" berichtet, das Unternehmen spioniere die Gefühle seiner jungen Nutzer aus, um deren Daten an Werbekunden zu verkaufen.

Dass Marketingleute bei Facebook gezielt Werbung an ihre spezielle Zielgruppe ausspielen lassen können, ist nichts neues. Dabei ging es bisher aber um Merkmale wie Alter, Hobbys, Geschlecht.

Nun aber soll das Soziale Netzwerk einen kritischen Schritt weiter gegangen sein. Laut dem Bericht der australischen Newsseite gäbe es Beweise, dass gezielt Informationen zum Gemütszustand der User gesammelt wurden.

Demnach sei der Internetriese im Besitz von intimen Daten von 1,9 Mio. Highschool-Schülern, 1,5 Mio. Studenten und drei Mio. junger Angestellten aus Australien und Neuseeland. Diese seien für einen Kunden aus dem Bankenwesen generiert worden.

Facebook könne dadurch Stimmungsschwankungen der jungen Leute in Echtzeit ermitteln.

Wie genau diese Informationen in der Werbung eingesetzt werden sollen, ist bisher nicht bekannt. Dennoch sorgt der Bericht für mächtig Wirbel. Immerhin geht es dabei um höchst sensible Daten junger, emotional oft instabiler Menschen.

Bei Facebook geben Millionen User freiwillig (u.a. über Emoticons, Foto) Auskunft über ihren Gemütszustand.
Bei Facebook geben Millionen User freiwillig (u.a. über Emoticons, Foto) Auskunft über ihren Gemütszustand.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0