Facebook und Instagram prüde? Posts mit diesen "Sex-Emojis" sollen gesperrt werden!

Menlo Park - Alles Tutti Frutti? Facebook und Instagram greifen jetzt beim Thema "sexual Emojis" durch: Wer schlüpfriges Obst verwendet, kann von den Social-Media-Riesen sogar blockiert werden!

Greifen im Frucht-Streit jetzt härter durch: Die Social-Media-Giganten Instagram und Facebook.
Greifen im Frucht-Streit jetzt härter durch: Die Social-Media-Giganten Instagram und Facebook.  © Silas Stein/dpa

Im Juli gab es eine Überarbeitung der Community Standards bei Facebook. Still und heimlich wurde dabei der sogenannte "Sexuelle Ausdruck" neu definiert. Nun gab es im Oktober eine weitere Überarbeitung und die finale Fassung zeigt: Facebook zählt nicht unbedingt auf "Sex sells".

Fast könnte man glauben, Facebook knöpft sich etwas zu. Kirchengang statt wilder College-Party. Oder doch nicht?

So soll beispielsweise das Koppeln des Auberginen-Emojis mit einem anstößigen Inhalt künftig verboten werden. Selbiges gilt auch für den Pfirsich. Dies könnte eine sexuelle Aufforderung bedeuten und dem will man bei den Social-Media-Giganten einen Riegel vorschieben. Wer es dennoch anstößig verwendet, dessen Konto kann schließlich markiert und entfernt werden.

Facebook sagt dazu, dass es jedoch auf jeden Fall zu "impliziten oder indirekten sexuellen Aufforderung" kommen muss, damit sie als verletzend oder anstößig eingestuft und letztlich als Verstoß gegen die Richtlinien angesehen werden.

Wie die britische "Sun" weiter meldet, habe sich Instagram dahingehend geäußert, dass man "nicht nur auf bloße Emojis" reagiern würde. Diese könnten weiter genutzt werden.

Jedoch wird man "von Facebook und Instagram entfernt, wenn es ein sexuelles Emoji neben einer impliziten oder indirekten Anfrage nach Aktbildern, Sex oder Sexpartnern oder Sex-Chat-Gesprächen enthält".

Auch Nippel und Genitalien dürfen nicht mehr "zensiert" werden

Die "normale" Verwendung der Emojis ist nicht betroffen, also kein Grund um traurig zu sein.
Die "normale" Verwendung der Emojis ist nicht betroffen, also kein Grund um traurig zu sein.  © Julian Stratenschulte/dpa

Also alles halb so wild? Scheint so. Facebook möchte wohl den zahlreichen Fake-Profilen und verkappten Porno-Seiten einen Strich durch die Rechnung machen, die über normale Nutzer-Profile für ihre "Dienste" werben.

In gleichen Zuge sollen auch alle Links oder Informationen, die zu Porno-Seiten oder anderem erwachsenem Material führen, verbannt werden.

Doch was ist eigentlich die Definition von "sexueller Aufforderung"? Auch hierzu habe man genaue Vorstellungen: Der Facebook- oder Instagram-Nutzer muss "implizit oder indirekt" eine Art der sexuellen Kommunikation anbieten. Das geht von Sex-Chats über Aktbilder bis hin zum Angebot von Sex als solchem.

Auch muss der Inhalt, welcher mit den Emojis verknüpft wird "sexuelle andeutende Elemente" Eigenschaften haben.

Das neue Verbot umfasst jedoch ebenfalls die Verwendung von Emojis zur Abdeckung von anstößigen Stellen des Körpers. So soll in Zukunft auf verhindert werden, dass die Emojis Genitalien, weibliche Brustwarzen oder Hinter-Teile abdecken.

Besonders diese beiden Emojis sind von der "Zensur" betroffen

Ab sofort heißt es: Mehr Vorsicht beim Tippen.
Ab sofort heißt es: Mehr Vorsicht beim Tippen.  © 123rf, Maria Savenko

Mehr zum Thema Facebook:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0