Der bewegende Abschiedsbrief einer Sterbenskranken

Ein Auszug aus dem Post. Für den kompletten Text auf das Bild klicken.
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München - Im Februar 2012 bekam Nina Zacher die Diagnose: ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Damit war klar, ihre Muskeln würden sich zurückbilden, was letztendlich zu ihrem Tod führen wird.

Bei dieser Krankheit degenerieren die Nervenzellen, die für die Bewegung der Muskeln verantwortlich sind. Weltweite Aufmerksamkeit bekam die Krankheit durch die Ice Bucket Challenge.

Seit der Diagnose schreibt Nina bei Facebook über das schwere Leben mit dieser Krankheit und nimmt jetzt mir einem bewegenden Post Abschied.

Sie berichtet über ihren körperlichen Verfall. Die Krankheit ist im Endstadium angekommen. Sie kann sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen, kaum noch atmen. Im Liegen bohren sich die Knochen durch ihre dünne Haut.

Sie berichtet darüber, wie die Menschen in ihrer Umgebung wegsehen. Alle reden hinter vorgehaltener Hand über die Krankheiten im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, doch den Sterbenen gegenüber treten die wenigsten.

So hat es Nina Zacher schwer getroffen, dass zu ihrem Geburtstag, von dem klar war, dass es ihr letzter sein wird, niemand vorbei kam.

Nina Zacher (46) schreibt bei Facebook über ihre Krankheit ALS und ist in mehreren Filmen zu sehen.
Nina Zacher (46) schreibt bei Facebook über ihre Krankheit ALS und ist in mehreren Filmen zu sehen.

Alle tippen lediglich eine Nachricht ins Smartphone oder senden ein paar Worte über Facebook.

Einzig bei den Seelsorgern der katholischen Kirche findet sie Unterstützung und echte Nächstenliebe. Und das obwohl sie sich schon seit langem von der Kirche entfernt hatte.

Die Worte der sterbenden und doch so starken Frau machen dem Leser klar, dass in der Gesellschaft aus Party, Konsum und Spaß kein Platz für Leid und Sterbende ist.

Nina Zacher will die Menschen aufrütteln, anderen ALS-Patienten Kraft und Halt geben und sagen, dass der Tod als großes Tabuthema unserer Zeit nicht mit ein paar Likes und anteilnehmenden Worten abgehandelt werden kann.

Und das es eben nicht damit getan ist, sich einen Eimer mit Eiswürfeln über den Kopf zu kippen.

Die Geschichte von Nina Zacher

Fotos: Screenshot Facebook/Youtube


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