Fahrplanwechsel bei der S-Bahn wird nicht jedem passen

Vor allem auf der Ringbahn müssen Pendler sich vorübergehend auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen.
Vor allem auf der Ringbahn müssen Pendler sich vorübergehend auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen.  © DPA

Berlin - Am 10. Dezember wird bei der Berliner S-Bahn fleißig umgestellt: Nahezu jede Linie ist vom Fahrplanwechsel betroffen. Während es womöglich viele positive Aspekte zu melden gibt, wird es von Pendler auch massig Kritik hageln, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Von baubedingten Schienenersatzverkehr bis zur Linienkürzung ist für die Fahrgäste alles dabei. Auf der Ringbahn mischen sich gar die Gefühle: Die Linien S41 und S42 bekommen einen ausgedehnten Fünf-Minuten-Takt und damit auch mehr Züge, allerdings wird auch wieder gebaut. Die größten Änderungen in der Übersicht:

Ringbahn

Am Abend des 29. September wird zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Beusselstraße ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, der später bis Westend ausgedehnt wird. Grund sind Vorkehrungen für den Anschluss der neuen Nord-Süd-Verbindung der S21 an den Nordring.

Karower Kreuz

"Vom 30. Oktober bis 13. Dezember sind die S2 und die S8 unterbrochen", sagte Detlef Speier, Chef der Fahrgastinformationen bei der S-Bahn. Konkret bedeutet dies, das keine Züge Richtung Karow verkehren werden. "Zwischen Pankow und Karow wird es zwei Linien geben – eine Expresslinie, die über die Autobahn führt, und eine Lokallinie", so Speier weiter. "Nun müssen die Fahrgäste wieder bei Regen, Eis und Schnee auf Busse warten", sagte eine betroffene Anwohnerin der Berliner Zeitung.

S9 fährt wieder nach Spandau, S85 nach Pankow

Im 20-Minuten-Takt wird die S9 über die neue Südkurve am Ostkreuz wieder durch das Zentrum bis nach Spandau fahren. Damit hinterlässt die Flughafen-Linie eine Lücke auf dem Ostring, die nicht gestopft wird. Viele Anwohner verlieren aus Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Pankow die direkte Anbindung an Schönefeld. Die S85 wird indes nicht mehr bis nach Waidmannslust fahren, sondern künftig bis nach Pankow verkehren.

S75 wird weiter gestutzt

Die Qual der Wahl viel auf die S9. Sobald die Linie wieder zwischen Spandau und Schönefeld fährt, brauch sie den Platz der S75 auf der Stadtbahn. Zusätzlich verkehrt seit dem 21. August auch die S3 wieder bis Westkreuz - "auf der S75 gibt es nun mal in Größenordnungen weniger Fahrgäste als auf der S3 oder S9", erklärte der S-Bahn-Chef Speier. Somit wird die S75 vorerst nur zwischen Wartenberg und Ostkreuz verkehren.

S26 nimmt wieder den Betrieb auf

Auch im Nord-Süd-Tunnel wird es dank der neuen alten S26 einen Fünf-Minuten-Takt geben. Zusätzlich werden auf den Linien S1 und S2 mehr Züge eingesetzt und am Wochenende der Zehn-Minuten-Takt bis 23 Uhr ausgedehnt.

Hinzu will die S-Bahn in puncto Pünktlichkeit und Service weiter an sich arbeiten. Vor allem am Bahnhof Flughafen Schönefeld wird es für die Touristen im Tunnel künftig Fahrkarten-Container geben, wie S-Bahn-Chef Peter Buchner der Berliner Zeitung gegenüber mitteilte.

Titelfoto: DPA


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