Fahrradfahrer rutscht auf 400 Meter langer Dieselspur aus und verletzt sich schwer

Hamburg - Eine etwa 400 Meter lange Dieselspur auf St. Pauli hat am Mittwoch die Hamburger Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen, Stadtreinigung und einen Radfahrer in Atem gehalten.

Die mit Bindemittel bedeckte Ölspur verlief in der Silbersackstraße.
Die mit Bindemittel bedeckte Ölspur verlief in der Silbersackstraße.  © DPA

Nachdem zwei Mädchen einen sogenannten bürgernahen Beamten der Polizei auf eine massive Ölspur aufmerksam gemacht hätten, hätte sich der zunächst scheinbar harmlose Vorfall rasant dramatisiert, wie die Polizei mitteilte.

Ein Autofahrer (59) hatte zuvor auf der Silbersackstraße wegen eines Defekts eine große Menge Dieseltreibstoff verloren und war dann mit seinem Wagen liegengeblieben.

Auf Nachfrage von TAG24 erklärte der zuständige Polizeibeamte, dass der Fahrer des Volkswagen T6 den Benzinverlust erst gar nicht bemerkt hatte. Als die Polizei der Dieselspur folgte, seien sie auf den liegengebliebenen VW-Bus gestoßen, der offenbar einen Motorschaden hatte und deshalb auch so viel Treibstoff verlor.

Als es dann auch noch anfing zu regnen, waren die Behörden höchst alarmiert. Die Spur begann sich auszubreiten. Da die Feuerwehr für eine derartige Dieselspur nicht genügend Bindemittel vorrätig gehabt habe, habe ein Sonderfahrzeug der Stadtreinigung angefordert werden müssen.

Nach Angaben der Polizei waren auch am späten Nachmittag die Säuberungsarbeiten noch nicht abgeschlossen.

Auf der Dieselspur sei zudem ein Radfahrer (56) ausgerutscht und gestürzt. Er musste schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem er sich beim Sturz das Bein verletzt und den Oberschenkel zertrümmert hatte.

Fahrradfahrerin am Park Fiction im Stadtteil St. Pauli.
Fahrradfahrerin am Park Fiction im Stadtteil St. Pauli.  © DPA

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