Fake News! Trennung von CDU und CSU nur Satire

Frankfurt - Die Nachricht schlug ein wie ein Bombe: Angeblich sollte die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU im Bundestag am Ende sein.

Es wäre eine gewaltiger Donnerschlag im politischen Berlin gewesen ...
Es wäre eine gewaltiger Donnerschlag im politischen Berlin gewesen ...  © DPA (Fotomontage)

Die Konsequenzen wären verheerend gewesen: Es hätte wahrscheinlich das Aus für die Bundesregierung und die Kanzlerschaft von Angela Merkel bedeutet. Doch schon kurz darauf kam die Richtigstellung: Es war nur eine Fake News.

Gegen 12.30 Uhr meldete Spiegel Online die angebliche Trennung von CSU und CDU. Angeblich ginge dies aus einer E-Mail des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier hervor, die vorgeblich dem Hessischen Rundfunk vorliege. Auch die Bildzeitung verbreitete die Nachricht.

Die Quelle der Falschinformation war allem Anschein nach ein Tweet des Twitter-Accounts "hr Tagesgeschehen". Hier dementierte auch der Hessische Rundfunk die angeblich auf den Sender zurückgehende Meldung.

"Der Hessische Rundfunk stellt klar: Dieser Twitter-Account ist kein Account des Hessischen Rundfunks. Die dort verbreiteten Informationen sind damit nicht auf den Hessischen Rundfunk zurückzuführen", heißt es in einem Kommentar von Hessenschau.de.

Wie die Meldungen des Twitter-Accounts "hr Tagesgeschehen" einzuordnen sind, zeigt ein zweiter Post, der kurze Zeit nach dem oben erwähnten Post veröffentlicht wurde. Darin wird Werbung für eine "Goldmitgliedschaft" bei dem Frankfurter Satire-Magazin "Titanic" gemacht.

Spätestens damit ist klar: Die Meldung vom angeblichen Bruch zwischen CDU und CSU war nur Satire – eben eine Fake News.

Es spricht jedoch Bände, dass die falsche Nachricht kurzzeitig derartige Wellen schlagen konnte. Denn das bis zum Zerreißen angespannte Verhältnis zwischen CSU-Chef Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen der Uneinigkeit in der Flüchtlings-Frage ist keine Erfindung (TAG24 berichtete).

Offensichtlich halten viele Beobachter ein Ende der Zusammenarbeit der beiden Unions-Parteien auf Bundesebene aktuell durchaus für möglich.

Titelfoto: DPA (Fotomontage)


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