Kein Scherz: Arbeitsagentur will Geld von einem 13-Jährigen!

Falkenstein - Schock für einen 13-jährigen Vogtländer. Das Inkasso-Büro der Arbeitsagentur forderte ihn auf, binnen einer Woche 93 Euro zurückzuzahlen. Sonst drohen weitere Kosten und Unannehmlichkeiten. Dabei hatte er noch nie Leistungen vom Jobcenter erhalten.

Um dieses Schreiben geht es, adressiert an einen Minderjährigen, der noch nie mit der Agentur für Arbeit zu tun hatte.
Um dieses Schreiben geht es, adressiert an einen Minderjährigen, der noch nie mit der Agentur für Arbeit zu tun hatte.  © Holm Röhner

Auch sein Vater, bei dem er lebt, war noch nie arbeitslos. Elektroingenieur Jens Uhlmann: "Am Telefon sagte man mir gleich, dass die Forderung nicht berechtigt sei." Er bestand auf einen schriftlichen Abhilfebescheid oder die Rücknahme der Forderung: "Nur das ist rechtssicher."

Drei Monate später hat das Amt Uhlmanns Widerspruch noch immer nicht beantwortet. Steht bald der Gerichtsvollzieher vor der Tür und knöpft seinem Sohn das Taschengeld ab? Erst als Uhlmann ein Bündel Dienstaufsichts- und Untätigkeitsbeschwerden losschickte, versprach man in der vergangenen Woche die Bearbeitung.

Als Mitglied des Kreiselternrates im Vogtland weiß Uhlmann, dass sein Fall nicht die einzige gesetzwidrige Forderung des Amtes an Minderjährige ist. Deshalb setzte er der Agentur jetzt eine Frist. Uhlmann: "Sonst sehe ich mich veranlasst, gegen alle an der Forderung beteiligten Personen Strafantrag wegen eines Vermögensdeliktes gegenüber einem Minderjährigen zu stellen."

Übrigens: Bei dem Sohn hat sich bis zum heutigen Tag niemand entschuldigt.

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