Nach Zoff um Nazi-Turnhalle: Plötzlich ist der Name weg

Seit Freitag heißt die Gotthard-Schettler-Halle nur noch Sporthalle.
Seit Freitag heißt die Gotthard-Schettler-Halle nur noch Sporthalle.  © Joachim Thoß

Falkenstein - Das ging schnell: Erst am Donnerstag hatte der Stadtrat von Falkenstein beschlossen den Namenszug "Gotthard Schettler" an der Sporthalle zu entfernen, nun ist er schon weg.

Seit Wochen brodelte es im Vogtland: Der Grund war die Namensgebung für die Sporthalle in Falkenstein (TAG24 berichtete). Die trug nämlich seit Mai den Namen von Gotthard Schettler (1917-1996) Arzt, NSDAP-Mitglied und Thüringer Gaustudentenführer.

Rolf Steiniger (60) war Stadtrat für die Linke und zweiter Bürgermeister. Er brachte die Diskussion um die Namensgebung ins Rollen: "Die Turnhalle trägt seinen Namen, das ist ein fatales Zeichen für die Region."

Das sah nun offenbar auch der Stadtrat von Falkenstein ein, denn seit Freitag heißt die Turnhalle am Jahnplatz nur noch Sporthalle. Wie die Freie Presse berichtet stimmten elf der Räte für die Entfernung, fünf enthielten sich.

Allerdings gaben die Räte bekannt, dass man die Vergangenheit Schettlers noch einmal wissenschaftlich prüfen lassen wolle und die Namensgebung vorerst nur "ausgesetzt" sei. Wie es dann nach der Prüfung mit der Benennung weitergeht, ist noch ungewiss.

 Gotthard Schettler wurde 1917 in Falkenstein/V. geboren, war in der NS-Zeit Mitglied der NDSAP. Rolf Steiniger brachte die Diskussion um die Namensgebung ins Rollen.
Gotthard Schettler wurde 1917 in Falkenstein/V. geboren, war in der NS-Zeit Mitglied der NDSAP. Rolf Steiniger brachte die Diskussion um die Namensgebung ins Rollen.  © Joachim Thoß, Repro: David Rötzschke

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