Fall Alexej Nawalny: Rechtshilfeersuchen der russischen Behörden

Berlin - Im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny prüft die Berliner Justizverwaltung nun ein Rechtshilfeersuchen der russischen Behörden.

Im Vergiftungsfall des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny (44) haben die russischen Behörden nun ein Rechtshilfeersuchen gestellt.
Im Vergiftungsfall des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny (44) haben die russischen Behörden nun ein Rechtshilfeersuchen gestellt.  © Pavel Golovkin/AP/dpa

Das Ersuchen sei am Freitag eingegangen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit. 

Über dessen Bewilligung werde nach einer Prüfung und gegebenenfalls in Absprache mit den zuständigen Bundesbehörden entschieden.

Nawalny war am 20. August auf einem Flug in Russland ins Koma gefallen und später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Charité verlegt worden. 

Die Bundesregierung hatte nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mitgeteilt, dass sie es als zweifelsfrei erwiesen ansehe, dass Nawalny mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet worden sei.

Moskau bezweifelt das und will Informationen darüber erhalten, welche Substanz genau bei dem Oppositionellen gefunden wurde.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte deshalb in der vergangenen Woche ein Rechtshilfegesuch in Deutschland gestellt.

Titelfoto: Pavel Golovkin/AP/dpa

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