Elfjährige vergewaltigt? Start von zweitem Prozess gegen mutmaßlichen Susanna-Mörder

Wiesbaden - Parallel zum Mordprozess im Fall Susanna wird Ali Bashar vom heutigen Dienstag (9 Uhr) an wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen vor dem Landgericht Wiesbaden stehen.

Ali Bashar war im Juni 2018 aus dem Nordirak nach Deutschland zurückgebracht worden (Fotomontage).
Ali Bashar war im Juni 2018 aus dem Nordirak nach Deutschland zurückgebracht worden (Fotomontage).  © DPA (Fotomontage)

Mutmaßlicher Mittäter ist ein Jugendlicher, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt ist.

Es wird erwartet, dass das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Zum Auftakt sind Besucher und Journalisten zugelassen worden.

Wegen des Mordes an der 14 Jahre alten Susanna aus Mainz läuft seit 12. März die Hauptverhandlung gegen Ali Bashar. Der irakische Flüchtling hatte gestanden, das Mädchen im Mai 2018 in Wiesbaden umgebracht zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft hat der 22-Jährige sein Opfer vor der Tat vergewaltigt, was Ali Bashar bestreitet.

In dem weiteren Verfahren gehts es nun um die mehrfache Vergewaltigung eines elf Jahre alten Mädchens in Wiesbaden.

Der Vorwurf: Mehrfache Vergewaltigung

Laut Staatsanwaltschaft hat Ali Bashar das Kind im April 2018 in sein Zimmer in der Asylunterkunft gelockt und dort zum Sex gezwungen.

Etwa einen Monat später sollen der 22-Jährige und der mitangeklagte Afghane das Mädchen nacheinander in der Nähe eines Supermarktes vergewaltigt haben.

Update 10.54 Uhr: Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgeführt

Im Prozess gegen Ali Bashar wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen ist am Dienstag vor dem Landgericht Wiesbaden nach etwa einer Stunde die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der mutmaßliche Mörder der Mainzer Schülerin Susanna sitzt in diesem Verfahren gemeinsam mit einem Jugendlichen auf der Anklagebank, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt ist.

Die Vorsitzende Richterin Annette Honnef begründete den Ausschluss mit dem jugendlichen Alter des Angeklagten und des Mädchens. Es gelte in beiden Fällen eine besondere Schutzpflicht.

Titelfoto: DPA (Fotomontage)

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