Betrug durch "falsche Polizisten": Echte Polizei kämpft um Vertrauen

Stuttgart - Angesichts der steigenden Zahl der Betrugsfälle durch sogenannte falsche Polizisten verlieren Rentner nach Ansicht von LKA-Chef Ralf Michelfelder auch das Vertrauen in die "echte" Polizei.

Ralf Michelfelder ist der LKA-Chef in Baden-Württemberg.
Ralf Michelfelder ist der LKA-Chef in Baden-Württemberg.  © Bernd Weißbrod/dpa

In einzelnen Fällen müssten sogar uniformierte Kollegen eingesetzt werden, "weil den Kriminalbeamten in Zivil nicht mehr geglaubt wird", sagte Michelfelder der Deutschen Presse-Agentur.

Der Vertrauensverlust für echte Polizisten durch den Falsche-Polizisten-Trick sei deutlich zu spüren.

Immer häufiger riefen "falsche Polizisten" bei Rentnern auch in Baden-Württemberg an und und gaukelten ihnen vor, Hab und Gut seien durch Verbrecher bedroht.

Die Zahl sei in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg geradezu explosionsartig gestiegen und werde weiter zunehmen, sagte der Präsident des Landeskriminalamts (LKA). Wurden vor zwei Jahren noch knapp 2000 Anrufe gezählt, so waren es im vergangenen Jahr über 7200.

Die weitaus meisten Betrüger scheitern bereits beim Anruf oder spätestens an der Haustüre ihrer Opfer.

Die "falschen Polizisten" gaukeln Rentnern vor, deren Hab und Gut sei durch Verbrecher bedroht.
Die "falschen Polizisten" gaukeln Rentnern vor, deren Hab und Gut sei durch Verbrecher bedroht.  © Martin Gerten/dpa

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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