Falscher Pfarrer soll Dresdner Pension abgezockt haben

Hochstapler Steffen T. (50) soll schon wieder betrogen haben.
Hochstapler Steffen T. (50) soll schon wieder betrogen haben.  © Thomas Türpe

Dresden - Hallelujah! Was für eine Rückfallquote. Hochstapler Steffen T. (50) war gerade fünf Tage wieder in Freiheit, da soll er schon wieder jemanden übers Ohr gehauen haben. Im neuen Prozess am Amtsgericht fehlte der selbst ernannte „Mann Gottes“ allerdings.

Rückblick: 2011 kassierte Steffen T. im Landgericht wegen Betrugs über fünf Jahre. Er hatte als angeblich angehender Priester, Theologie-Student, wahlweise Seelsorger vor allem betagten Menschen in Dresden und in der Schweiz Tausende Euro abgeschwatzt. Damit ging er in Casinos ein und aus - bis Handschellen klickten.

Am 19. November 2015 öffneten sich die Gefängnis-Tore für den Hochstapler. Am 25. November 2015, also nur fünf Tage später, checkte er laut Anklage in einer Dresdner Pension ein. Als „priesterlicher Mitarbeiter“ in der Pfarrei St. Maria in Biel in der Schweiz. Kurz vor Silvester reiste der Gast wieder ab. Die fälligen 819 Euro wurden nie bezahlt.

Nun hat der falsche Priester, der bisher insgesamt 29 Jahre hinter Gittern verbrachte, erneut eine Anklage am Hals. Doch zum Prozess am Montag im Amtsgericht Dresden erschien er nicht.

Da unklar ist, ob die Post mit der Ladung Steffen T. erreichte, blieb das Fehlen vorerst folgenlos. Der Richter will neu terminieren.


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