Falschgeld bequem nach Hause geliefert: Polizei durchsucht Wohnungen

Die österreichischen Behörden gaben Adressen von Käufern und Kaufinteressenten an die deutschen Behörden weiter. (Bildmontage)
Die österreichischen Behörden gaben Adressen von Käufern und Kaufinteressenten an die deutschen Behörden weiter. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Wegen Bestellungen von Falschgeld im Darknet hat die Polizei in Berlin die Wohnungen von sieben Tatverdächtigen durchsucht.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sollen die Männer im Alter zwischen 19 und 36 Jahren gefälschte 50-Euro-Scheine im nicht offen zugänglichen isolierten Netzwerk bestellt haben.

Sie waren in den Fokus des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft in Berlin geraten, nachdem österreichische Sicherheitsbehörden im Mai in Wien eine Tätergruppe überführt hatten, die Falschgeld über Plattformen im Darknet vertrieben hatte. Sie sollen die Noten zuvor selbst gedruckt haben.

Insgesamt acht Wohnungen in Reinickendorf, Kreuzberg, Wedding, Friedrichshain, Charlottenburg und Neukölln durchsuchten die Ermittler. Sie beschlagnahmten Computer, Speichermedien sowie Smartphones. In der Wohnung eines Tatverdächtigen fanden die Beamten ein Magazin und Munition für ein Schnellfeuergewehr. Die Ermittlungen und Auswertungen der Beweismittel dauern an.

Der Einsatz in Berlin war Teil einer bundesweiten Aktion: Unter der Koordination des Bundeskriminalamtes wurden am Donnerstag bei 40 Tatverdächtigen in elf Bundesländern Wohnungen und andere Räumlichkeiten durchsucht.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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