Menschenunwürdig: Familie eine Woche lang in Lastwagen eingepfercht

Rosenheim - Eingepfercht auf engstem Raum hat eine vierköpfige Familie aus Syrien auf der Flucht nach Deutschland eine ganze Woche in einem Lastwagen ausgeharrt.

Die Polizei ermittelt nun gegen den Schleuser, der die Familie über die Grenze gebracht haben soll.
Die Polizei ermittelt nun gegen den Schleuser, der die Familie über die Grenze gebracht haben soll.  © Bundespolizei München

"Es waren menschenunwürdige Zustände", schilderte der Pressesprecher der Bundespolizei Rosenheim, Rainer Scharf, am Dienstag.

Die 43 und 38 Jahre alten Eltern und ihre 9 und 10 Jahre alten Kinder hätten neben der Ladung in einem etwa zwei bis drei Meter langen Zwischenraum ausgeharrt und nur Plastiktüten für ihre Notdurft gehabt.

Bei einem längeren Halt in Rosenheim schnitten sie mit einem Messer die Plane der Ladefläche von innen auf, sprangen ab und liefen Richtung Bahnhof.

Für ihre Flucht hätten sie in Syrien Haus und Auto, Hab und Gut verkauft. Sie seien zunächst in die Türkei geflüchtet, wo ein Schleuser für 24.000 Euro anbot, sie nach Deutschland zu bringen.

Die Polizei ermittelt nun gegen den noch unbekannten Schlepper. Die Familie will einen Asylantrag stellen.

Die Polizei beschrieb den Zustand in dem die Familie der die Grenze gebracht wurde, als unmenschlich. (Symbolbild)
Die Polizei beschrieb den Zustand in dem die Familie der die Grenze gebracht wurde, als unmenschlich. (Symbolbild)  © Bundespolizei Rosenheim

Titelfoto: Bundespolizei München

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