Geschlossene Unterkunft, keine Privatmöbel: Das soll jetzt auf Familie Ritter zukommen

Köthen - Die Rückkehr von Familie Ritter aus Köthen in ihr altes Heim in der Augustenstraße rückt näher. Einem Medienbericht zufolge sollen damit nun weiter größere Veränderungen - und Einschnitte - auf die Familie zukommen, als bisher bekannt war. Köthens Stadtverwaltung plant angeblich, den Umgangston mit den Ritters zu verschärfen.

Familie Ritter soll demnächst wieder in die Augustenstraße zurück ziehen.
Familie Ritter soll demnächst wieder in die Augustenstraße zurück ziehen.  © Screenshot/YouTube

So soll einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" zufolge das Haus in der Augustenstraße künftig wie eine Obdachlosenunterkunft geführt werden. Laut dem Artikel bedeutet dies: kein privates Mobiliar mehr in der Augustenstraße 63 und die Unterkunft soll künftig nur noch in der Zeit von 18 bis 8 Uhr geöffnet sein. "Tagsüber sollen die Bewohner sich wo auch immer, aber nicht mehr im Haus selbst aufhalten."

Die Möbel der Familie Ritter würden dazu für einen unbestimmten Zeitraum eingelagert werden, ebenso wie alles andere Privatmobiliar. Stattdessen soll eine bescheidene Ausstattung der Räume bestehend aus Bett, Tisch, Stuhl und Schrank zur Verfügung gestellt werden. Einen Fernseher gäbe es nicht. Die Stadt wolle damit jeden auch von privater Gemütlichkeit vermeiden.

Dass Köthens Verwaltung nun plötzlich den Ton verschärft, hänge mit der bevorstehenden Rückkehr der Ritters sowie der weiteren Obdachlosen in die Augustenstraße und den seit ihrem vorübergehenden Auszug im September getätigten Renovierungen zusammen. "Mit diesem Tag rückt auch die Sorge näher, die dort getätigten Investitionen in Duschen und Ausbauten könnten in absehbarer Zeit dem Vandalismus zum Opfer fallen - was der Öffentlichkeit langsam nicht mehr zu vermitteln wäre", so die "MZ" in ihrem Artikel.

Zudem soll in der Augustenstraße künftig ein 24-Stunden-Sicherheitsdienst für Ordnung sorgen. Um all dies umzusetzen, müsse die Stadt noch einmal zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Insgesamt 85.000 Euro sollen die Veränderungen mehr kosten.

Zwar soll es sich bei all dem zunächst nur um eine Testphase mit einem Zeitraum von drei Monaten handeln. Dass die Änderungen kommen, scheint allerdings bereits festzustehen. "Wir gehen das so an. Wir können nicht mehr anders", wird Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild abschließend zitiert.

Für Familie Ritter soll bald wieder zurück ins alte Zuhause gehen.
Für Familie Ritter soll bald wieder zurück ins alte Zuhause gehen.  © Screenshot/YouTube

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