Entscheidung gefallen! So geht es mit Familie Ritter in ihrem Obdachlosenhaus weiter

Köthen - Die Mehrkosten des Umbaus von Familie Ritters Obdachlosenunterkunft in Köthen (Sachsen-Anhalt) sind genehmigt worden - obwohl der Stadtrat dagegen gestimmt hat. Wie ist das möglich?

Oberhaupt Karin Ritter (64) darf sich mit ihrer Familie auf den Ausbau der Obdachlosenunterkunft freuen.
Oberhaupt Karin Ritter (64) darf sich mit ihrer Familie auf den Ausbau der Obdachlosenunterkunft freuen.  © Screenshot/YouTube

Zunächst waren 163.000 Euro genehmigt worden (TAG24 berichtete). Zusätzliche Mehrkosten in Höhe von vorerst kalkulierten 32.450 Euro, mussten aufgrund der "Problematik mit den Bewohnern" nun durch den Stadtrat abgesegnet werden. Der lehnte ab. Das Geld fließt trotzdem.

Wie Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild der "MZ" sagte, gab es einen Trick. Demnach konnten die Stadträte die Zuständigkeit für die Mittelvergabe auf den OB ablenken. Denn Hauschild hat das Recht, Aufträge bis zu einer Höhe von 30.000 Euro eigenständig zu vergeben.

Da sich die Mehrkosten nach neuen Berechnungen laut "MZ" "nur" noch auf rund 24.000 Euro belaufen, liegt der Vergabe durch Hauschild nichts im Wege.

Zusätzlich geplant sind nun Elektro-, Maler-, Bodenbelags-, Maurer- und Putzarbeiten, der Einbau einer Brandschutztür und die Wiederherrichtung einer vorhandenen Toilettenanlage für das Personal. "Da diese Leistungen nicht Bestandteil der bisherigen baulichen Maßnahmen waren, werden zusätzliche finanzielle Mittel benötigt", hieß es in einer Beschlussvorlage.

Die RTL-Sendung "SternTV" begleitet die rechtsgesinnte Großfamilie bereits seit 1994. Schon im Kleinkindalter zeigten die Söhne der Kettenraucherin den Hitlergruß und äußerten sich abfällig zu Ausländern (TAG24 berichtete). Eine gegenüber dem Obdachlosenhaus geplante Asylunterkunft wurde nicht in Betrieb genommen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0