Familie mit Komakind (6) wird Auto von Behindertenparkplatz gestohlen

Ein leerer gekennzeichneter Behindertenparkplatz. (Symbolbild)
Ein leerer gekennzeichneter Behindertenparkplatz. (Symbolbild)  © Bernd Settnik/ZB (Symbolbild)

Hohen Neuendorf - Unfassbar, was sich unbekannte Täter in der Nacht zum Freitag im brandenburgischen Hohen Neuendorf erlaubt haben. Sie stahlen vom Behindertenparkplatz das Familienauto, das für den Transport eines im Wachkoma liegenden Kindes dringend benötigen wird.

Wie die Märkische Allgemeine berichtet, wurde der VW T5 Multivan, eine Spezialanfertigung mit einer mobilen Rohlstuhlrampe, direkt vor der Haustür gestohlen. "Wir sind absolut bestürzt. Und stinksauer", so der 38-jährige Familienvater. "Wie kann man so dreist sein, so ein Auto zu stehlen?"

Bemerkt wurde der Diebstahl am frühen Freitagmorgen von der Mutter, die nochmal aufgestanden war, um für den jüngeren Sohn aus der Küche ein Getränk zu holen. Dabei schaute sie von der Küche aus auf die Straße und der Parkplatz war leer. "Ich konnte es nicht glaube. Das Auto war einfach weg."

Die Polizei gab noch am Freitagmorgen die Fahndung nach dem Wagen auf. Doch ob der so dringend benötigte Multivan wieder auftaucht, ist fraglich. "Der Autodiebstahl nimmt uns jegliche Mobilität", so der Vater. 35.000 Euro kostet das Fahrzeug, dass erst seit einem Jahr im Besitz der Familie war.

Der Multivan war eine gute Lösung, ein weiterer Ausbau war geplant.

"Der Rettungsdienst ist auf Dauer keine Option. Zumal die Regelung zwischen Berlin und Brandenburg kompliziert ist – wir dürfen aus Brandenburg nach Berlin gebracht werden, aber nicht mit dem gleichen Fahrzeug von Berlin zurück nach Brandenburg", so der 38-Jährige zur MAZ. Der Wagen sollte das Transportproblem lösen, doch nun ist er weg.

Besonders bitter: Im Auto war auch die die neue Kinderzimmerausstattung samt Angelausrüstung im Wert von mehreren Tausend Euro.

Der Sechsjährige befindet sich seit einem Unfall auf einer Geburtstagsfeier, als er in unbeobachteten Moment in den Pool stürzte, im Wachkoma.

Titelfoto: Bernd Settnik/ZB (Symbolbild)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0