Frau (26) litt Todesängste: "Ich wurde entführt, vergewaltigt und halbnackt in den Schnee geworfen"

Farnham (England) - Hannah Power (26) aus dem englischen Farnham hat sich entschlossen ihr Gesicht und ihre Identität preiszugeben, um die Geschichte ihrer schrecklichen Vergewaltigung zu erzählen. Im "Mirror" packte die Britin jetzt aus und berichtete, was ihr einst im französischen Ferienort Morzine passierte, als sie sich dort abends im Schnee verlaufen hatte.

Hannah Power (26) auf einem Facebook-Selfie.
Hannah Power (26) auf einem Facebook-Selfie.  © Facebook/Screenshot/Hannah Power

Hannah Power war im März 2016 in der Region, die in den Alpen liegt, 40 Minuten umhergeirrt, als plötzlich ein Auto neben ihr anhielt.

Drei Männer saßen darin und boten der heute 26-Jährigen an, sie zu ihrem Ferienhaus zurückzufahren. Da die Gruppe behauptete, eine ihrer Freundinnen zu kennen, stieg sie zu ihnen in den Wagen. Es war der Fehler ihres Lebens.

Als die Engländerin bemerkte, dass das Auto die Stadt verließ, wusste sie, dass etwas nicht stimmte. "Ich fing an zu schreien und zu betteln 'Lasst mich raus'". Doch die Männer gaben plötzlich vor, sie nicht zu verstehen.

"Ich dachte, sie wollten mich töten. Ich habe um mein Leben gefleht", so Hannah Power.

Doch die Täter fuhren sie zu einer abgelegenen Stelle, wo der Fahrer sie vergewaltigte, während die anderen beiden vor dem Auto standen und rauchten. "Der Fahrer drehte sich um und vergewaltigte mich auf dem Rücksitz. Ich habe mich gewehrt und ihn getreten."

Offenbar schreckte das Verhalten der jungen Frau die anderen beiden Männer ab, von denen Power glaubt, dass sie sie eigentlich auch hätten vergewaltigen wollen.

Hannah Power: "Sie wollten mich loswerden"

Hannah trägt ihre Halskette natürlich auch selbst.
Hannah trägt ihre Halskette natürlich auch selbst.  © Facebook/Twitter/Screenshots/Hannah Power

Stattdessen entschied sich das Trio ihr Opfer "loszuwerden", wie Power es nannte. Sie fuhren die Frau zurück in die Stadt und warfen sie halbnackt aus dem Auto. Mit nackten Füßen irrte Hannah Power einen Hügel hinauf Richtung Licht und schrie um Hilfe.

Schließlich kam jemand und half der Britin, die ins Krankenhaus gebracht wurde.

Doch nur vier Monate später folgte der nächste Schock, für Power, die seit dem Verbrechen an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet: Die Polizei, die sie unverzüglich nach dem Verbrechen eingeschaltet hatte, legte den Fall zu den Akten.

Für Power ist es vor allen Dingen schmerzhaft, dass die Täter nie gefasst wurden und nie eine Strafe bekamen, vielleicht sogar wieder zuschlugen. Auch aus diesem Grund hat sich die studierte Juristin dazu entschlossen sich für andere Vergewaltigungsopfer einzusetzen.

Power, die sich auf Vermarktung spezialisiert hat, hat eine Halskette auf den Markt gebracht, von deren Verkauf ein Teil an eine Hilfsorganisation für Vergewaltigungsopfer geht, der "RASASC" (Rape and sexual abuse Support Centre - dt. Hilfszentrum für Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch).

Knapp 35 Euro werden pro Halskette an die Organisation gespendet, die >>>hier erhältlich ist. Hannah Power will sich nämlich auf keinen Fall unterkriegen lassen: "Ich werde mein Leben davon nicht ruinieren lassen. Ich werde darüber reden. Ich werde traurige Lieder hören und weinen. Je schneller ich den Schmerz zulassen kann, desto schneller wird er gehen."

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