Nach Fassaden-Schock! Gesellschaft kämpft weiter für Barock-Palais

Dies wäre die historische Fassade des Palais Riesch.
Dies wäre die historische Fassade des Palais Riesch.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Moderne Fassade statt Barock-Palais Riesch! Nach dem Bekanntwerden der Investorenpläne hat die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) entschiedenen Widerstand angekündigt.

Vorsitzender Torsten Kulke (50): „Wir kämpfen weiter für ein Palais Riesch! Die Entscheidung, nur moderne Entwürfe zuzulassen, halten wir für falsch.“

Das Palais Riesch wurde im 18. Jahrhunderts an der Rampischen Straße als großes barockes Mietshaus errichtet (damals hochmodern mit Pferde-„Garagen“ im Erdgeschoss) und bildete mit dem Palais Hoym und seinem prächtigen Innenhof-Garten eine Einheit.

Torsten Kulke (50), Vorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden, setzt sich für eine historische Fassade ein.
Torsten Kulke (50), Vorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden, setzt sich für eine historische Fassade ein.

Hier wirkten später Karl-Maria von Weber und Richard Wagner.

Laut Investor Christoph Gröner (47, CG-Gruppe) lässt sich der historische Wiederaufbau wegen heute unwirtschaftlicher Geschosshöhen nicht rechnen.

Die Lichtverhältnisse in der 2. und 3. Etage seien außerdem heute nicht mehr genehmigungsfähig.

Gröner will seine moderne Variante trotzdem erneut überarbeiten. GHND-Chef Kulke will sich mit eigenen Vorschlägen beteiligen. Eine historische Fassung schließt Gröner jedoch aus.

Fotos: GHND, CG Gruppe, Petra Hornig, Maik Ehrlich


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