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Herr Philosoph, warum wird man eigentlich Rocker?

Das Bild der Rocker in der Öffentlichkeit ist derzeit verheerend: Kriminell, skrupellos, knallhart! Doch über mangelnden Zulauf können sich die Clubs nicht beschweren. Warum ist das so? Welche Faszination geht von den Clubs aus? Szene-Philosoph Dr. Michael Ahlsdorf erklärt uns das Phänomen.

Die Rockerszene in Sachsen - sie ist bunt und vielfältig, aber auch verschlossen und voller Rätsel. In unserer neuen Serie wollen wir einen Einblick in eine faszinierende, teilweise auch verstörende Subkultur geben - unverstellt, ungeschönt und jenseits üblicher Klischees. Rockerclubs haben uns ihre Türen geöffnet, Polizisten ihre Akten, ein Philosoph seine Gedankenwelt.

Ein Universum abgedrehter Persönlichkeiten

Von Alexander Bischoff und Jens Fuge

Sachsen – Das Bild der Rocker in der Öffentlichkeit ist verheerend: Kriminell, skrupellos, knallhart! Doch über mangelnden Zulauf können sich die Clubs nicht beschweren. Warum ist das so?

MOPO24 war dazu im Gespräch mit Philosoph Dr. Michael Ahlsdorf (52), der seit mehr als 20 Jahren in der Rockerszene unterwegs und außerdem Chef des Szeneblatts „Bikers News“ ist.

Michael Ahlsdorf gab auch schon dem Leipziger Landgericht als Rocker-Sachverständiger Einblick in die Welt der Rituale (l.). Am liebsten ist er aber mit seiner Maschine unterwegs zu den Clubs.
Michael Ahlsdorf gab auch schon dem Leipziger Landgericht als Rocker-Sachverständiger Einblick in die Welt der Rituale (l.). Am liebsten ist er aber mit seiner Maschine unterwegs zu den Clubs.

MOPO24: Wie kriminell sind Rockerclubs aus Ihrer Sicht wirklich?

Ahlsdorf: Die Szene der Rockerclubs bildet eine eigene Subkultur. Eine Subkultur bewegt sich natürlich auch mal am Rande der Gesellschaft. Insofern sind Überschneidungen in kriminelle Milieus möglich, seien es Drogen-, Rotlicht- oder Türsteher-Milieus. Die Schlagzeilen darüber führen aber zu einer völligen Überschätzung der tatsächlichen Relationen. Auch Rocker sind in ihrer großen Mehrheit in bürgerlichen Berufen tätig und strafrechtlich völlig unbescholten.

MOPO24: Warum ist das Bild der Clubs in der Öffentlichkeit dann so schlecht?

Ahlsdorf: Ist das Bild wirklich so schlecht? Bedienen Rocker nicht eher alle bürgerlichen Phantasien, seien es Ängste oder auch geheime Wünsche? Es ist der Gruselfaktor, der die Rocker für Medien so interessant macht, weil die Leser sich gruseln wollen. Und das geht eben nur mit Storys, die schlechte Bilder zeichnen.

Freiheit auf zwei Rädern, das fasziniert auch den "normalen" Bürger, egal welchen Alters.
Freiheit auf zwei Rädern, das fasziniert auch den "normalen" Bürger, egal welchen Alters.

MOPO24: Die Clubs vermelden starken Zulauf. Wie geht so etwas?

Ahlsdorf: Eigentlich haben wir in unserer überalterten Szene eher ein Generationenproblem und deshalb Nachwuchsmangel. Die Schlagzeilen der letzten Jahre haben uns aber für jüngere Szenen interessant gemacht, die ich mal als „erlebnisorientiert“ bezeichnen möchte. Das sind Streetgangs, Hooligans, Migranten oder auch Neonazis. Die falschen Nachrichten bringen uns da manchmal die falschen Leute ein. Die finden es faszinierend, wenn ein Club verboten wird, die glauben auch noch, dass in der Rockerszene viel Geld verdient wird.

MOPO24: Worin liegt die Faszination, in einem Club mitzumachen?

Ahlsdorf: Das müssten Ihre Leser eigentlich am besten wissen, denn irgendwie geht es ja um ziemlich bürgerliche Sehnsüchte. Es geht um Freiheit, um Brüderlichkeit, auch um das Geheimnisvolle einer geschlossenen Gemeinschaft, die nicht jeden aufnimmt. Für alles das steht das Motorrad, auf dem ein Mann sich noch immer beweisen kann.

MOPO24: Und was fasziniert Sie an der Szene?

Ahlsdorf: Mich persönlich fasziniert, was man auf den ersten Blick angesichts uniformierter Rocker gar nicht erwartet. Dahinter steckt ein buntes Universum voller schillernder und abgedrehter Persönlichkeiten, die alle irgendwie nicht normal sind.

Totenköpfe überall, Tätowierungen und grimmige Blicke - auf den ersten Blick wirken Rocker etwas böse, sind sie aber meist gar nicht.
Totenköpfe überall, Tätowierungen und grimmige Blicke - auf den ersten Blick wirken Rocker etwas böse, sind sie aber meist gar nicht.

MOPO24: Worin unterscheiden sich die bekannten großen Clubs und die unzähligen kleinen Clubs, die meist in kleinen Städten angesiedelt sind?

Ahlsdorf: So groß sind die Unterschiede gar nicht, jedenfalls nicht äußerlich. Die kleinen Clubs orientieren sich an den großen Clubs. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell Patches, Logos oder Bezeichnungen von den Kleinen übernommen werden, wenn sie die bei den Großen sehen.

Aber klar, manche Mitglieder kleinerer Clubs prägen eher das Lokalkolorit, sie sind mit ihrer Region auf vielerlei Weisen verflochten, dienen obendrein noch in der freiwilligen Feuerwehr des Ortes. Es findet in den kleinen und mittleren Clubs aber auch ein Umdenken statt, sie entwickeln eine eigene Identität.

MOPO24: Unterscheiden sich Ost- von West-Clubs?

Ahlsdorf: Gerade im Osten haben die mittleren Clubs sowieso eine eigene Kultur. Die faszinieren mich immer wieder mit ihren Veranstaltungen, ihren Motorradrennen und ihren selbst gebauten Motorrädern. Die Szene im Westen ist längst nicht so lebendig, die hat das verschlafen.

Wie wird man eigentlich Rocker?

Den Traum von Freiheit und Unabhängigkeit haben viele. Auf einer Harley über die Straßen reiten, am Lagerfeuer sitzen, mit echten Freunden durch dick und dünn - so stellt man sich das vor. In Motorradclubs wird das oft gelebt.

Doch wie wird man ein echter Rocker?

Zunächst sollte man sich selbst prüfen. Wie steht’s um die Teamtauglichkeit? Kann man sich unterordnen, ohne seine eigene Meinung aufzugeben? Will man das überhaupt? Und bringt man die Zeit dafür auf? Mitglieder in Motorradclubs leben im Allgemeinen nach der Regel: Familie zuerst - aber dann kommt schon der Club. Vieles muss sich unterordnen.

Wenn man sich dessen sicher ist, ist es gar nicht so schwer. Einfach die Partys der Clubs besuchen, nicht an Herzdrücken leiden, ins Gespräch kommen, Interesse bekunden. Dann kann man bei gegenseitigem Interesse „Hänger“ (Hangaround) sein, das heißt, man hängt mit dem Club herum, schaut sich alles genauer an.

Wenn’s gegenseitig passt, wird man in den Status der „Probe“ (Prospect) befördert. Nun beginnt eine schwere Zeit, die bis zu zwei Jahre dauern kann, denn die Proben müssen sich bewähren. Die Clubs halten das unterschiedlich.

In manchen werden die niedrigsten Arbeiten delegiert - Proben putzen Toiletten, stehen hinterm Tresen, kümmern sich ums Feuer, stehen Wache. Andere haben ein bequemeres Leben, müssen sich „nur“ aktiv am Clubleben beteiligen.

Am Ende geht es immer darum: Passt der „Neue“ auch zum Club und seinen Mitgliedern? Und: Meinen sie es auch ernst? „Poser brauchen wir nicht, die nur unser Patch spazieren fahren. Am Ende muss man sich für seinen Club auch gerade machen“, sagt ein Clubpräsident aus dem Erzgebirge.

Was meint er mit „gerade machen“? „Notfalls sein Rückenpatch verteidigen“, so der Präsident. Das passiere aber nur äußerst selten. Meist geht es um Einsatz für den Club - bei Partys, Arbeitseinsätzen und Ausfahrten.

Altes Bike, offener Helm. Die Grundausstattung eines Rockers.
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Fotos: Maik Börner, dpa, Bikers News, SZ

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