Steht der FC Augsburg am Scheideweg? Verlust mehrerer Leistungsträger droht!

Augsburg - Schon sieben Abgänge! Und das sollen noch nicht alle gewesen sein: Weitere Leistungsträger stehen bei Bundesligist FC Augsburg vor dem Absprung.

Michael Gregortisch soll beim SV Werder Bremen auf dem Zettel stehen.
Michael Gregortisch soll beim SV Werder Bremen auf dem Zettel stehen.  © DPA

Michael Gregoritsch (25) soll laut "Kicker" beim SV Werder Bremen als Nachfolger von Max Kruse auf dem Zettel stehen.

Doch Augsburg verlangt für den elffachen österreichischen Nationalspieler eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro.

Für einen Offensivspieler, der vergangene Saison "nur" acht Tore in wettbewerbsübergreifend 36 Spielen erzielte, eine stolze Summe, die Interessenten wohl trotz großen Potenzials der hängenden Spitze mit 1,93 Meter Gardemaß (noch) abschreckt.

Doch der schussgewaltige Stürmer hat in der Vorsaison bewiesen, dass er es besser kann: In 32 Liga-Spielen erzielte er dreizehn Tore und bereitete weitere vier Treffer direkt vor.

Das war jedoch die einzige Spielzeit, in der Gregoritsch zweistellig traf - diese Quote gilt es zukünftig zu verbessern.

Aber obwohl er noch immer zu großen Leistungsschwankungen unterliegt, ist der gebürtige Grazer einer, der Spiele entscheiden kann. Schon das alleine macht ihn für andere Bundesligisten interessant. Ein Abgang wäre für den FCA deshalb ein sportlich schwerwiegender Verlust.

Philipp Max stellt sich selbst ins Schaufenster; Martin Hinteregger will bei Eintracht Frankfurt bleiben

Philipp Max würde den Verein laut eigener Aussage im Sommer gerne verlassen.
Philipp Max würde den Verein laut eigener Aussage im Sommer gerne verlassen.  © DPA

Gleiches gilt für Philipp Max (25). Der äußerte sich vor kurzem im "Münchner Merkur" wie folgt: "Mir wurde seit 2015 immer von Vereinsseite gesagt, dass der FCA für mich ein Sprungbrett sei..."

Das klingt stark nach einem Abschied des Linksverteidigers. Einen echten Interessenten für den starken Flankengeber gibt es momentan aber dem Vernehmen nach noch nicht.

Neben diesen beiden steht auch Martin Hinteregger (26), der in der vergangenen Spielzeit bereits an Eintracht Frankfurt ausgeliehen war, vor dem Absprung. Der 37-fache österreichische Nationalspieler will in Frankfurt bleiben.

Da er noch zwei Jahre bei den Fuggerstädtern unter Vertrag steht, dürfte der FCA aber zumindest eine Millionen-Ablösesumme für den beinharten Innenverteidiger bekommen.

Bereits verlassen haben den Verein mit Jonathan Schmid (28, für vier Millionen zum SC Freiburg), Konstantinos Stafylidis (25, ablösefrei zur TSG 1899 Hoffenheim) und dem verletzungsanfälligen Stürmer Dong-Won Ji (28, zum 1. FSV Mainz 05) drei potenzielle Stammspieler.

Dazu gehen auch noch Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Christoph Janker (beide 34, beide Ziel unbekannt) und die Leihen von Gregor Kobel (21, zurück zu Hoffenheim) sowie Reece Oxford (20, zurück zu West Ham United) sind zu Ende gegangen.

Florian Niederlechner, Ruben Vargas, Marvin Friedrich und Sarenren Bazee sind die Neuzugänge

Sturmtank Florian Niederlechner kommt vom SC Freiburg zum FC Augsburg.
Sturmtank Florian Niederlechner kommt vom SC Freiburg zum FC Augsburg.  © DPA

Doch Geschäftsführer Sport Stefan Reuter (52) und Trainer Martin Schmidt (52) sind bereits viermal auf dem Transfermarkt tätig geworden.

Als Ji-Ersatz wurde der bullige Sturmtank und gebürtige Oberbayer Florian Niederlechner (28) für 2,5 Millionen Euro von Freiburg geholt und könnte sich mit seinen Stärken im gegnerischen Sechzehner als großer Gewinn für die Offensive des FCA erweisen.

Das gilt auch für Ruben Vargas (20). Das Top-Talent aus der Schweiz wurde für ebenfalls 2,5 Millionen Euro vom FC Luzern geholt. Der flinke und dribbelstarke Linksaußen ist aktueller U21-Nationalspieler und glänzte bei Luzern mit 19 Torbeteiligungen (zehn Buden, neun Vorlagen) in wettbewerbsübergreifend 38 Spielen.

Außerdem holte Augsburg dank einer Rückkaufoption Innenverteidiger Marvin Friedrich vom 1. FC Union Berlin für eine Million Euro zurück, der bei den Eisernen eine starke Runde spielte und als ruhender Pol der Abwehrkette mit dafür verantwortlich war, dass die Köpenicker nur 33 Gegentreffer kassierten - mit Abstand die wenigsten in Liga zwei!

Am Dienstag wurde mit Noah Joel Sarenren Bazee von Hannover 96 zudem noch ein weiterer schneller Flügelspieler geholt, der sein herausragendes Potenzial bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat, von schweren Verletzungen wie einem Syndesmosebandriss oder und einem Sehnenriss in den letzten Jahren aber immer wieder ausgebremst wurde und erstmal fit werden muss, um seine Klasse auch beim FCA zeigen zu können.

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