RB Leipzig müht sich bei strittiger Werner-Szene zu 0:0 in Augsburg

Augsburg - RB Leipzig musste sich im Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag beim FC Augsburg mit einem 0:0 begnügen. Mehrere gute Möglichkeiten wurden nicht genutzt, ein zunächst als Strafstoß gewertetes Foul an Timo Werner am Ende doch nicht gegeben. Die Sachsen blieben damit in der siebten Ligapartie in Folge ungeschlagen, rutschten aber aufgrund des Bayern-Sieges auf Platz 3 ab.

Beschwerte sich nach dem nicht gegebenen Elfmeter beim Schiedsrichter-Assistenten: RB-Trainer Ralf Rangnick (l.).
Beschwerte sich nach dem nicht gegebenen Elfmeter beim Schiedsrichter-Assistenten: RB-Trainer Ralf Rangnick (l.).  © DPA

Der Gastgeber firmierte den 8. Spieltag zum "Retro-Spieltag" um. Vor 111 Jahren wurde der Vorgängerverein FC Alemannia gegründet. Die Leipziger feiern übrigens nächstes Jahr Jubiläum, allerdings erst das zehnte.

Apropos zehn. Nach exakt so vielen Minuten gab es vor 28.708 Zuschauern in der WWK-Arena zunächst Elfmeter für RB nach einem vermeintlichen Foul an Timo Werner, der nach langer Überprüfung jedoch nicht gegeben wurde (14.).

Leipzig war in einem wie erwartet körperbetonten Spiel das leicht überlegene Team, Augsburg näherte sich erst vor der Halbzeit dem Tor von Peter Gulacsi an.

Ein Freistoß von Marcel Halstenberg (61.) war in den zweiten 45 Minuten offensiv noch mit das beste und gefährlichste, was beide Teams zustande brachten.

Am Ende blieb es nicht nur beim 0:0 sondern auch dabei, dass RB Leipzig in Augsburg nicht gewinnen kann (TAG24 berichtete).

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Aufreger nach zehn Minuten: Timo Werner (vorn) fällt im Zweikampf mit Jeffrey Gouweleeuw. Der Schiri gab zuerst Elfmeter, entschied nach langem Hin und Her aber auf Abseits.
Aufreger nach zehn Minuten: Timo Werner (vorn) fällt im Zweikampf mit Jeffrey Gouweleeuw. Der Schiri gab zuerst Elfmeter, entschied nach langem Hin und Her aber auf Abseits.  © Picture Point/R. Petzsche

Drei Veränderungen im Vergleich zum 6:0 gegen Nürnberg schickte RB-Trainer Ralf Rangnick aufs Feld. Marcel Sabitzer fiel kurzfristig wegen muskulärer Probleme aus. Auch deshalb spielten die Gäste im 4-3-3 statt 4-2-2-2.

Gleich nach zehn Minuten gab es den ersten Aufreger im Augsburger Strafraum: Werner fiel im Zweikampf mit Jeffrey Gouweleeuw, Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) gab Elfmeter, sah sich die Szene aber noch mal auf dem Bildschirm an - und nahm seine Entscheidung zurück. Zuvor soll es eine Abseitssituation von Jean-Kevin Augustin gegeben haben (14.).

Danach bestimmten die Leipziger zwar das Spielgeschehen und verbuchten auch einige Torschüsse, gefährlich kamen sie dem Kasten von Andreas Luthe jedoch kaum. Der FCA war offensiv zu harmlos, die Begegnung spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab.

Etwas fürs Auge gab's kurz vor dem Pausenpfiff: Nordi Mukiele spielte vom rechten Flügel in den Strafraum, dort wollte Augustin kunstvoll mit der Hacke die Führung erzielen, scheiterte jedoch an Luthes Fuß (44.).

Angeschlagener Sabitzer wird eingewechselt, doch es bleibt bei der Nullnummer

Die ansehnlichste Torchance des gesamten Spiels: Nach einer Hereingabe vom Flügel wollte Jean-Kevin Augustin (l.) den Ball per Hacke im Tor versenken, doch Keeper Andreas Luthe (r.) hielt mit dem rechten Fuß.
Die ansehnlichste Torchance des gesamten Spiels: Nach einer Hereingabe vom Flügel wollte Jean-Kevin Augustin (l.) den Ball per Hacke im Tor versenken, doch Keeper Andreas Luthe (r.) hielt mit dem rechten Fuß.  © Picture Point/R. Petzsche

Nach einem Foul von Ibrahima Konaté an Philipp Max an der Seitenlinie (55.), für das er Gelb sah, wurde es erstmals im zweiten Durchgang laut in der WWK-Arena. Die FC-Fans riefen "Bullenschweine" und pfiffen Konaté aus.

Eine der besten Chance der gesamten Begegnung hatte Marcel Halstenberg mit einem Freistoß. Seinen platzierten Versuch konnte Augsburg-Torhüter Luthe aber zur Ecke abwehren (61.). Diese wurde jedoch nicht gefährlich.

Torraumszenen blieben akute Mangelware, die Teams machten das Match weiter größtenteils im Mittelfeld aus. Da konnten auch die Einwechslungen von Matheus Cunha (für Werner, 70.), Lukas Klostermann (für Mukiele, 82.) und dem angeschlagenen Marcel Sabitzer (für Kevin Kampl, 86.) nichts mehr bezwecken.

Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit trafen die Hausherren plötzlich, doch Michael Gregoritsch stand beim vorangegangenen Pass im Abseits. Das Tor zählte nicht (85.). In der 2. Minute der Nachspielzeit verpasste Kapitän Willi Orban dann den Leipziger Sieg, erreichte eine Freistoß-Flanke nicht mehr.

Es blieb bei der für Augsburg glücklichen Punkteteilung. In der Tabelle überholten die Bayern (3:1 in Wolfsburg) RB und sind neuer Zweiter, die Leipziger liegen einen Punkt dahinter. Klarer Spitzenreiter bleibt Borussia Dortmund nach dem 4:0 beim VfB Stuttgart.

Am kommenden Donnerstag ist wieder Europa-League-Zeit, dann kommt der schottische Serienmeister Celtic Glasgow in die Red Bull Arena. Anstoß ist 18.55 Uhr, DAZN überträgt das dritte von sechs Gruppenspielen live.

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