Nach Sieg gegen AC Mailand: Das sagen die Bayern-Stars über möglichen Hoeneß-Rückzug

München/Kansas City - Der FC Bayern München hat seine USA-Reise mit einem Sieg gegen den AC Mailand abgeschlossen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann am Dienstagabend (Ortszeit) in Kansas City mit 1:0 (1:0). Nach dem Spiel ging es natürlich um Vereinspatron Uli Hoeneß.

Sven Ulreich (l) verhinderte den Ausgleich durch Mailands Patrick Cutrone.
Sven Ulreich (l) verhinderte den Ausgleich durch Mailands Patrick Cutrone.  © DPA

Nationalspieler Leon Goretzka traf bei der Premiere in den den neuen Champions-League-Trikots nach einem feinen Pass von Joshua Kimmich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.

Vor 18.469 Zuschauern im ausverkauften Children's Mercy Park Stadium verhinderte Sven Ulreich nach der Pause den Ausgleich.

Nach einem schlimmen Fehlpass von Niklas Süle scheiterte Milans Angreifer Patrick Cutrone frei an dem zur Halbzeit für Manuel Neuer eingewechselten Torwart (63. Minute).

Zwei Treffer von Fiete Arp (82.) und David Alaba (90.) wurde wegen Handspiels beziehungsweise Abseits nicht anerkannt.

Bayern-Trainer Niko Kovac schonte nach intensiven Trainings- und Reisetagen die über muskuläre Probleme klagenden Robert Lewandowski, Serge Gnabry und Javi Martínez.

Ohne das Duo Lewandowski/Gnabry mangelte es vorne an Durchschlagskraft. Kovac wechselte im Spielverlauf einige Nachwuchskräfte ein.

Sehr gut spielte Neuzugang Benjamin Pavard, der erst innen und später rechts verteidigte.

Uli Hoeneß: Das Ende einer Ära?

Die vier Jahrzehnte lange Ära Uli Hoeneß beim FC Bayern geht womöglich zu Ende.
Die vier Jahrzehnte lange Ära Uli Hoeneß beim FC Bayern geht womöglich zu Ende.  © DPA

Nach dem Spiel wurden Spieler und Verantwortliche natürlich zur Zukunft von Präsident Uli Hoeneß befragt. Der 67-Jährige will nach Informationen der Bild-Zeitung auf der Mitgliederversammlung im November nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters antreten (TAG24 berichtete).

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge wollte sich nicht dazu äußern. Bislang veröffentlichte der Verein auch keine Stellungnahme.

Offenbar traf den Bayern-Tross die Nachricht aus Deutschland in Kansas völlig überraschend.

Trainer Niko Kovac antwortete bei der Pressekonferenz angesprochen auf Hoeneß, dass er gerne etwas sagen würde, aber es nicht könne, weil er "wirklich" nicht wisse, "wieviel Wahrheitsgehalt" in dem Medienbericht stecke.

"Von daher nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich das jetzt nicht kommentiere", äußerte der 47-Jährige.

Die Münchner Profis hielten sich ebenfalls zurück. "Ich habe noch keine Informationen aus erster Hand", sagte Thomas Müller.

Joshua Kimmich gab sich ebenfalls unwissend: "Ich habe die Bombe noch nicht einschlagen hören. Wann hört er auf?"

David Alaba gestand, dass es "schwierig" sein würde, sich den FC Bayern ohne Hoeneß vorzustellen.

"Er ist schon die prägende Figur gewesen in zig Jahrzehnten. Das ist einmalig", erklärte Nationalspieler Leon Goretzka zum Vereinspatron: "Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Ich denke, ich warte erstmal, dass er das persönlich meldet."

Nach Bild-Informationen will Hoeneß auch den Posten als Aufsichtsratschef abgeben. Für dieses Amt hatte sich der 67-Jährige erst im vergangenen Dezember bis 2022 bestätigen lassen.

Seit 40 Jahren bestimmt der Ex-Profi mit einer Unterbrechung während seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung zunächst als Manager und dann als Präsident die Geschicke des deutschen Rekordchampions.

Leon Goretzka (l) im Zweikampf mit Fabio Borini.
Leon Goretzka (l) im Zweikampf mit Fabio Borini.  © DPA

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