So gehts beim FC Bayern weiter: Noch kein Transfer aber der Umbruch kommt!

München - Uli Hoeneß hat Neuverpflichtungen in der Winterpause beim FC Bayern ausgeschlossen. "Nein, wir werden sicherlich keine Aktivitäten am Transfermarkt machen", sagte der Präsident des Fußball-Rekordmeisters am Sonntag im TV-Sender Sky.

Uli Hoeneß (66) hat für 2019 einem Umbau des Kaders angekündigt.
Uli Hoeneß (66) hat für 2019 einem Umbau des Kaders angekündigt.  © DPA

Der 66-Jährige war gefragt worden, ob die Münchner angesichts der Personalsituation und nach dem Bundesliga-Spitzenspiel in Dortmund (2:3) sieben Punkten Rückstand auf den BVB vor der Rückrunde nochmal nachlegen müssen. Bereits im Sommer war der Transfer des inzwischen 18 Jahre alten kanadischen Talents Alphonso Davies für den Januar fixiert worden.

Hoeneß erinnerte daran, dass die Verletzten Kingsley Coman und Thiago bald zurückkommen: "Wir bekommen Coman zurück noch vor Weihnachten und auch Thiago kann in zwei, drei Wochen wieder spielen." Bei Weltmeister Corentin Tolisso sprach er von einem Comeback im Februar. Thiago und Tolisso fehlen im Mittelfeld, Coman auf dem Flügel und auch in der Außenverteidigung hat Bayern nur wenige Alternativen.

Die Bayern hatten sich schon vor dieser Saison auf dem Transfermarkt auffallend zurückgehalten und nur Nationalspieler Leon Goretzka neu verpflichtet.

Dafür kündigte Hoeneß für 2019 einen Umbau des Kaders an: "Wir werden nächstes Jahr, wenn der zweite Schritt des Umbruchs kommt, sicherlich das Mannschaftsgesicht ziemlich verändern."

"Werbung für den Fußball"

Laut Hoeneß hat der FC Bayern gegen Dortmund eine starke Leistung gezeigt.
Laut Hoeneß hat der FC Bayern gegen Dortmund eine starke Leistung gezeigt.  © DPA

Uli Hoeneß hat das Spitzenspiel seines FC Bayern bei Borussia Dortmund als "Werbung für den Fußball im Allgemeinen und für die Bundesliga ganz besonders" bezeichnet.

Der Präsident des deutschen Rekordmeisters sagte im TV-Sender Sky am Sonntag, dass ihn die 2:3-Niederlage am Vorabend nicht außergewöhnlich ärgere, weil der Titelverteidiger eine starke Leistung gezeigt habe.

"Ich bin heute weniger böse, traurig oder niedergeschlagen als vor ein paar Wochen, als wir zuhause gegen Gladbach verloren haben", meinte Hoeneß.

Löw schreibt die Bayern noch nicht ab

Bundestrainer Joachim Löw (58) meint die Bayern können immer wieder rankommen.
Bundestrainer Joachim Löw (58) meint die Bayern können immer wieder rankommen.  © DPA

Bundestrainer Joachim Löw traut dem FC Bayern auch nach der 2:3-Niederlage beim souveränen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund weiter die Titelverteidigung zu. "Klar: Die Bayern sind jetzt mal ein paar Punkte hinten daran, nachdem sie sechsmal nacheinander die Meisterschaft gefeiert hatten. Dass es mal so eine Phase gibt, ist normal.

"Die Mannschaft ist auch ein bisschen im Umbruch", sagte der 58-Jährige als Augenzeuge der Spitzenpartie in Dortmund der dpa.

"Jetzt muss man mal sehen, die Bayern können ja immer wieder rankommen. Sie können immer auch eine Serie hinlegen. Diese Klasse haben sie."

Dass sich die ungewohnte Situation beim deutschen Rekordmeister beim Länderspiel-Jahresabschluss am kommenden Donnerstag gegen Russland und vier Tage später gegen Holland auf die Leistung seines Teams auswirkt, glaubt Löw nicht: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie Probleme mitnehmen zur Nationalmannschaft."

Gleich sechs Spieler, die der DFB-Chefcoach berufen hat, standen für die Bayern am Samstag in der Startelf, dazu kam der diesmal von Löw nicht berücksichtigte Jérôme Boateng. "Ich hatte das Gefühl, dass alle Spieler, die bei uns im Kader stehen, eine gute Form haben", sagte Löw.

"Es war es ein sehr unterhaltsames, temporeiches Spiel mit einer unglaublichen Intensität. Beide Mannschaften haben auf einem hohen Niveau gespielt, auch die Bayern, obwohl sie als Verlierer vom Platz gingen", berichtete der Bundestrainer über seine Eindrücke.

Löw möchte zum Abschluss der Nations League gegen die Niederlande mit seinem Team den Abstieg aus der A-Gruppe verhindern, Priorität aber genießt für ihn die Qualifikation für die EM 2020.

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