Bundesliga-Hammer: Serge Gnabry wäre beinahe zu diesem Klub gewechselt!

Gelsenkirchen - Hätte, wenn und aber. Das Leben ist kein Konjunktiv und die Fußball Bundesliga ein Haifischbecken. Wer zu spät kommt, den bestraft der Transfermarkt - und so landete der heutige Shootingstar des FC Bayern München, Serge Gnabry, 2016 bei Werder Bremen. Dabei hätte ihn gerne ein anderes Schwergewicht der Liga haben wollen.

Serge Gnabry noch im Trikot der Gunners aus London. Hier gegen die Tottenham Hotspurs... Da war doch was.
Serge Gnabry noch im Trikot der Gunners aus London. Hier gegen die Tottenham Hotspurs... Da war doch was.  © EPA/ANDY RAIN

Er ist der Senkrechtstarter der laufenden und vergangenen Saison beim deutschen Rekordmeister. 2017 für acht Millionen Euro aus Bremen verpflichtet, entpuppt sich Serge Gnabry als eines der effizientesten Investments des FC Bayern in der jüngeren Geschichte.

Einen Spieler von solcher Qualität für einen einstelligen Millionenbetrag zu bekommen, ist in Zeiten der Neymars, Griezmanns und Joao Felix' dieser Welt ja schon fast ein kleines Fußball-Wunder.

Dass der heute 24-Jährige so durch die Decke gehen würde, haben wohl die wenigsten geglaubt - auch nicht die Verantwortlichen des FC Schalke 04.

Wir schreiben den Transfersommer 2016. Leroy Sané ist auf dem Sprung nach Manchester. Ein gewisser Pep Guartdiola hat die Fühler nach dem Youngster aus der Knappen-Schmiede ausgestreckt. Die wohl beste Liga der Welt hat gerufen. Eine unglaubliche Masse an Superstars und eine noch viel unglaublichere Masse an Geld war die Aussicht, welcher er nicht widerstehen konnte.

Anfang August war es dann soweit: Für eine Ablösesumme von über 50 Millionen Euro wechselte der damals 20-Jährige auf die Insel zu den "Skyblues".

Gnabry als Sane-Ersatz auf Schalke? Gespräche liefen bereits

Wäre mit Serge Gnabry die Amtszeit von Markus Weinzierl auf Schalke etwa anders verlaufen?
Wäre mit Serge Gnabry die Amtszeit von Markus Weinzierl auf Schalke etwa anders verlaufen?  © Guido Kirchner/dpa

Und auf Schalke? Da riss der Abgang des Eigengewächses ein Loch. Nicht nur bezüglich der Identifikation, vor allem auch sportlich musste man nun erst einmal adäquaten Ersatz beschaffen. Eine Überlegung dabei: Serge Gnabry.

Dieser ging 2011 aus der Jugend des VfB Stuttgart nach England zu Arsenal London, kehrte im Sommer 2016 nach einer einjährigen Leihe zu den Gunners zurück - und er wollte weg. Am liebsten zurück nach Deutschland - der "Anti-Sané".

Wie bekannt, wurde es Werder Bremen. Für fünf Millionen Euro ging es von der Insel an die Weser. Dabei hatte sich der gebürtige Stuttgarter samt Berater-Team sogar schon mit den Verantwortlichen der Königsblauen getroffen.

Doch laut Aussage des damaligen Trainers Markus Weinzierl, knauserten die Bosse. "Wenn der Verein sagt, dass Gnabry mit 5 Millionen zu teurer ist, hätte ich in der Nachbetrachtung mich sicher noch mehr für einen Transfer einsetzen müssen", so der damalige Trainer im Interview mit dem "Sportbuzzer".

Auf Schalke entschied man sich dann lieber das fast fünffache in den Schweizer Stürmer Breel Embolo zu investieren - Rekordeinkauf bei den Knappen. Embolo schlug auf Schalke nie voll ein, auch aufgrund von Verletzungen.

Nun spielt der 22-Jährige beim derzeitigen Bundesliga-Tabellenführer Borussia Mönchengladbach.

FC Bayern holte Gnabry - bald auch Leroy Sane?

Leroy Sane riss ein Loch auf Schalke und wechselte zu Pep Guardiola nach Manchester zu City. Spielt er bald für den FC Bayern München?
Leroy Sane riss ein Loch auf Schalke und wechselte zu Pep Guardiola nach Manchester zu City. Spielt er bald für den FC Bayern München?  © Martin Rickett/PA Wire/dpa

Nach einem starken Jahr an der Weser wechselte Gnabry schließlich 2017 nach München. Wurde von da aus direkt ein Jahr weiterverliehen zur TSG Hoffenheim. Seit anderthalb Spielzeiten ist er nun beim FC Bayern. Ist einer der wichtigsten Leistungsträger beim Rekordmeister und in der Nationalmannschaft.

Im kommenden Sommer könnte dann ein gewisser Leroy Sané dann wohl auch auf Vereinsebene an Gnabrys Seite spielen.

Der Wechsel zu den Bayern gilt als wahrscheinlich. So schließt sich der Kreis. Ein Kreis, in dem der FC Schalke 04 eine eher unglückliche Rolle spielt.

Doch genauso wenig wie das Leben ein Konjunktiv ist, so unwichtig ist das Handeln oder eher "Nichthandeln" von gestern. Schalke derzeit mit einer klasse Saison. Unter Trainer David Wagner steht man auf einem starken fünften Rang.

Zwei Punkte hinter Bayern und - was viel wichtiger ist - einem vor dem BVB.

Serge Gnabry, beim FC Bayern aktuell in bestechender Form. Auch hier gegen die Tottenham Hotspurs beim 7:2-Triumph im Wohnzimmer der Nordlondoner vor wenigen Wochen.
Serge Gnabry, beim FC Bayern aktuell in bestechender Form. Auch hier gegen die Tottenham Hotspurs beim 7:2-Triumph im Wohnzimmer der Nordlondoner vor wenigen Wochen.  © Matthias Balk/dpa
Nix Schalke, 2016 ging es für Gnabry nach Bremen.
Nix Schalke, 2016 ging es für Gnabry nach Bremen.  © Carmen Jaspersen/dpa

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