Bayern demütigt Dortmund: Aus diesem Grund ist der BVB im Titelkampf nicht chancenlos

Deutschland - Was für ein Spitzenspiel! Der neue Tabellenführer FC Bayern München schoss den Zweiten Borussia Dortmund gleich mit 5:0 (4:0) aus dem Stadion und hätte noch deutlich höher gewinnen können.

Thomas Müller (Zweiter von links) albert nach einem der fünf Bayern-Tore herum.
Thomas Müller (Zweiter von links) albert nach einem der fünf Bayern-Tore herum.  © DPA

Der Auftritt vom BVB stimmte bedenklich. Noch nie war die Mannschaft in dieser Saison von einem Spitzenteam so weit entfernt gewesen, wie in diesem wichtigen Duell.

Leblos, zweikampfschwach, verunsichert und am Ende völlig von der Rolle - die Art und Weise des Auftritts stimmt bedenklich!

Wie soll diese Mannschaft in der Meisterschaft noch eine Rolle spielen? Ganz einfach: Das war mit großer Wahrscheinlichkeit die schlechteste Saisonleistung des BVB.

Es wird keinen Gegner mehr geben, der die Klasse Bayerns hat und die Schwarz-Gelben so an die Wand spielen kann.

Die Trendwende könnte bei entsprechender Aufbauarbeit von Trainer Lucien Favre schon nächsten Samstag erfolgen, wenn der BVB den 1. FSV Mainz 05 empfängt.

Die Bayern haben das Momentum allerdings auf ihrer Seite und demonstrierten, dass sie nun der Meisterschaftsfavorit im Saisonendspurt sind. Wenn sie die spielerische Leichtigkeit auch in den restlichen Partien auf den Rasen gezaubert bekommen, ist gegen sie kein Kraut mehr gewachsen.

Dass die Leistungen aber nicht nur bei Dortmund, sondern auch bei Bayern schwanken, bewiesen die beiden Spiele vor dem Kracher: 1:1 in Freiburg und ein 5:4 gegen Heidenheim im Pokal. Entschieden ist im Titelrennen also noch nichts. Auch wenn es gefühlt anders ist.

Champions-League-Plätze schon vergeben? Enger Kampf um die Europa-League-Ränge

Die beiden Frankfurter Torschützen Ante Rebic (r.) und Lukas Jovic bejubeln den 2:1-Siegtreffer in der neunten (!) Minute der Nachspielzeit.
Die beiden Frankfurter Torschützen Ante Rebic (r.) und Lukas Jovic bejubeln den 2:1-Siegtreffer in der neunten (!) Minute der Nachspielzeit.  © DPA

Mit ein wenig Glück und auch dank zweier Videobeweise gewann RasenBallsport Leipzig mit 4:2 bei Bayer 04 Leverkusen und festigte damit den Bronzeplatz. Mit nunmehr sieben Punkten Vorsprung auf den fünften Rang dürfte den Bullen die Qualifikation zur Königsklasse im Normalfall nicht mehr zu nehmen sein.

Ebenfalls glücklich war der 2:1-Sieg Eintracht Frankfurts beim FC Schalke 04. Erst in der neunten Minute der Nachspielzeit (!) erzielte Torjäger Luka Jovic den erlösenden Treffer für die SGE, die damit vier Punkte vor Borussia Mönchengladbach liegt.

Die Fohlen spielten im Verfolgerduell gegen den SV Werder Bremen nämlich nur 1:1 und verloren damit weiter an Boden auf die Champions-League-Plätze.

Einen Sprung auf den zweiten sicheren Europa-League-Platz machte dagegen der VfL Wolfsburg, der durch den 3:1-Erfolg über Hannover 96 zwei Ränge vorrückte und nun die Pole-Position im Kampf um Platz sechs eingenommen hat.

Auch die TSG 1899 Hoffenheim machte Boden gut. Dank eines klaren 4:0-Triumphs beim FC Augsburg sind die Kraichgauer nun Siebter und nur einen Zähler hinter den Wölfen. Doch sowohl für den Achten Bremen, als auch für Leverkusen sind die jeweiligen Punktverluste nur ein kleiner Rückschlag. Beide Mannschaften wiesen auch am Wochenende nach, was für ein großes Potenzial in ihnen schlummert.

Keine Hoffnung mehr in Hannover auf den Klassenerhalt

Hannovers Präsident Martin Kind hat den Klassenerhalt bereits abgeschrieben.
Hannovers Präsident Martin Kind hat den Klassenerhalt bereits abgeschrieben.  © DPA

Die zweite Tabellenhälfte wird nach diesem 28. Spieltag von Fortuna Düsseldorf angeführt.

Alle Achtung vor dem, was die Mannschaft von Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel mit vergleichsweise geringen Mitteln leistet! Der 2:1-Auswärtssieg bei Hertha BSC sorgte dafür, dass die Fortuna die schwächelnde "Alte Dame" überholte.

Hinter diesen beiden Clubs folgt der 1. FSV Mainz 05, der nach dem verrückten 5:0-Erfolg über einen tonangebenden SC Freiburg, der Chancenwucher betrieb, den Klassenerhalt vor Augen hat. Doch auch die Breisgauer sollten in dieser Hinsicht keine Sorgen haben.

Denn dafür sind die Mannschaften im Keller einfach viel zu schwach.

Obwohl Schalke und Augsburg weiterhin oft verlieren, ist die Abstiegsgefahr gering. Das kann zwar trügerisch sein und sich schnell ändern, aber der VfB Stuttgart kommt einfach nicht vom Fleck.

Selbst gegen den Vorletzten 1. FC Nürnberg sprang beim schmeichelhaften 1:1 kein Heimsieg heraus. Immerhin wurde auch nicht verloren, weshalb der Vorsprung auf den Club weiterhin vier Zähler beträgt.

Bei Hannover 96 ist der Glaube an den Klassenerhalt nicht mal mehr bei Präsident Martin Kind vorhanden. Bei sieben Punkten Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz und nur drei Siegen aus 28 Spielen auch kein Wunder.

Das tut sich im Aufstiegsrennen in Liga zwei und drei

Der 1. FC Union Berlin verliert im Aufstiegsrennen immer mehr an Boden.
Der 1. FC Union Berlin verliert im Aufstiegsrennen immer mehr an Boden.  © DPA

In der 2. Bundesliga scheint es dagegen nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann der Aufstieg des 1. FC Köln offiziell feststeht.

Denn auch beim starken 1. FC Heidenheim gewannen die Geißböcke, 2:0 hieß es am Ende. Während der HSV erst am Montag gegen den 1. FC Magdeburg spielt und mit einem Sieg seinen Vorsprung ausbauen kann, verliert der 1. FC Union Berlin weiter an Boden.

Im Ostderby bei Dynamo Dresden kamen die Eisernen nicht über ein 0:0 hinaus und verpassten es, die Hamburger unter Druck zu setzen.

Dafür sitzt nun Holstein Kiel den Köpenickern im Nacken. Die Störche konnten im Verfolgerduell den zur Zeit außer Form befindlichen FC St. Pauli mit 2:1 bezwingen und liegen wie der SC Paderborn 07 nur drei Punkte hinter Union. Der SCP hätte sogar noch näher heranrücken können, spielte bei Kellerkind SV Sandhausen aber nur 1:1.

Dass St. Pauli, Heidenheim oder gar der SSV Jahn Regensburg nochmal in den Kampf um Platz drei eingreifen können, erscheint momentan unwahrscheinlich.

In der 3. Liga ist der VfL Osnabrück weiterhin stark auf Kurs Zweite Liga. Im Niedersachsen-Derby wurde Eintracht Braunschweig mit 1:0 bezwungen, weshalb die Lila-Weißen sechs Spieltage vor Saisonende zwölf Zähler vor dem Dritten SV Wehen Wiesbaden liegen und sogar 14 Vorsprung auf den Vierten Hallescher FC haben. Auch der Zweite Karlsruher SC befindet sich nach dem 4:0-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching auf Aufstiegskurs.

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