Bärenstarker FC Bayern schlägt Chelsea: Nächste Londoner Tor-Gala von Gnabry

London - Wichtiger Sieg! Der FC Bayern München hat sich im Hinspiel des Achtelfinales der Champions League beim FC Chelsea durchgesetzt und die Weichen für ein Weiterkommen gestellt. Am Ende stand ein 3:0 (0:0)-Erfolg zu Buche.

Robert Lewandowski (l.) scheiterte ein ums andere Mal an Willy Caballero (r.)
Robert Lewandowski (l.) scheiterte ein ums andere Mal an Willy Caballero (r.)  © Sven Hoppe/dpa

Die Tore für den Meister und Pokalsieger an der mit 37.000 Zuschauern ausverkauften Stamford Bridge erzielten Serge Gnabry (51. Minute, 54.) und Robert Lewandowski (76.). Chelseas Marcos Alonso flog nach einer Tätlichkeit spät vom Platz (83.).

Trainer Hansi Flick veränderte seine erste Elf im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen den SC Paderborn auf vier Positionen: Die in der Bundesliga gesperrt gewesenen Jérôme Boateng und Benjamin Pavard kehrten zurück, auch Thomas Müller und Kingsley Coman durften von Anpfiff an mitwirken.

Lucas Hernández, Álvaro Odriozola, Corentin Tolisso sowie Philippe Coutinho mussten im Gegenzug auf der Bank Platz nehmen.

Dass die Münchner unbedingt den ersten Schritt in Richtung Viertelfinale machen wollten, wurde von Beginn an deutlich. Einen ersten Versuch Müllers aus knapp 17 Metern konnte Chelsea-Keeper Willy Caballero jedoch ohne Probleme entschärfen (1.).

Die Bayern agierten diszipliniert und aufmerksam, ließen den Hausherren somit wenige Räume. Immer wieder versuchten es die Blues deshalb mit langen Bällen, die gegen griffige Münchner allerdings nicht zum gewünschten Erfolg führten. Stattdessen verfehlte Coman nach einem Zusammenspiel mit Müller, der perfekt die Lücke im freien Raum erkannt hatte, mit einem satten Rechtschuss den Chelsea-Kasten auf der rechten Seite nur denkbar knapp (11.).

Kurz darauf scheiterte Lewandowski, der von Boateng mit einem langen Ball perfekt in Szene gesetzt worden war, aus spitzem Winkel an Caballero (15.), der den Winkel geschickt verkürzen und zu einer folgenlosen Ecke abwehren konnte.

FC Bayern München dominiert Ball und Partie gegen FC Chelsea

Chelsea tat sich schwer, der FC Bayern München hatte über weite Strecken das Sagen.
Chelsea tat sich schwer, der FC Bayern München hatte über weite Strecken das Sagen.  © Sven Hoppe/dpa

Die Gäste dominierten weiter das Leder, erspielten sich knapp 70 Prozent Ballbesitz und bestimmten in der Folge so über weite Strecken der Partie das Geschehen auf dem Rasen, während die Gastgeber meist tief standen und lediglich über Gegenstößen zu eigenen Gelegenheiten kommen wollten.

Der Erfolg dieser Herangehensweise hielt sich in Grenzen, es fehlte an Akzenten und Chancen. Im eigenen Sechzehner verhinderte erneut der starke Caballero gegen Lewandowski einen möglichen Rückstand (26.), Müller verpasste wenige Minuten später lediglich um wenige Zentimeter (29.).

Für Chelsea, das mit Tempoverschärfungen doch noch gefährlich wurde, ließen Mateo Kovačić nach einem Fehler von Manuel Neuer (34.), dessen Zuspiel in die Mitte beim Gegner landete, und Alonso (44.) die besten Chancen liegen.

Müller, der ein ums andere Mal überzeugend in Erscheinung trat, traf zudem mit einem Kopfball nur die Querlatte (36.), weshalb es trotz deutlicher Bayern-Überlegenheit torlos zur Halbzeitpause in die Kabinen ging.

Was den mitgereisten Fans in Durchgang eins noch verwehrt geblieben war, ließ nun nicht lange auf sich warten: die verdiente Führung des FC Bayern!

FC Bayern München belohnt sich, Serge Gnabry netzt zur Führung

Serge Gnabry (r.) brachte den FC Bayern München mit einem Doppelpack auf Kurs.
Serge Gnabry (r.) brachte den FC Bayern München mit einem Doppelpack auf Kurs.  © Sven Hoppe/dpa

Gnabry zog das Tempo an, spielte Lewandowski am linken Eck des Strafraums frei. Der Pole bewies das nötige Auge für den Mitspieler, legte zurück in die Mitte, wo der Nationalspieler in Diensten der Münchner eingelaufen war und vollstreckte (51.).

Doch damit nicht genug: Nur wenige Augenblicke später war es wieder Gnabry, der die Bayern-Fans in erneute Ekstase versetzte. Einmal mehr nach einer Vorarbeit Lewandowskis blieb Gnabry halblinks eiskalt und beförderte das Spielgerät aus gut 13 Metern neben Pfosten ins lange Eck (54.).

Die Roten erspielten sich Chance um Chance, die Hausherren standen unter Schock. Das mögliche CL-Aus im Achtelfinale manifestierte sich aufgrund des Rückstandes vor heimischem Publikum wohl bereits in der ersten der beiden Partien der Teams.

Dann wurde es jedoch still im Bayern-Block. Coman griff sich nach einem Sprint an den rechten Oberschenkel, wurde kurz auf dem Platz behandelt und musste das Feld dann vorzeitig verletzungsbedingt verlassen. Für den Franzosen kam Coutinho (68.).

Die Münchner kontrollierten in der Folge die Partie, Lewandowski machte nach einem Monster-Lauf von Alphonso Davies den Deckel auf das Spiel (76.). Der Stürmer musste im Fünfer nach mustergültigem Zuspiel des Youngsters nur noch einschieben.

Somit haben Gnabry und seine Teamkollegen, die noch die eine oder andere brenzlige Situation überstanden, im Rückspiel die besten Chancen, das Viertelfinale perfekt zu machen und auf diese Weise eine kleine Revanche an den Blues für das auf so bittere Weise verlorene CL-Finale 2012 zu nehmen.

Nach der Champions League ist vor der Bundesliga. Im heimischen Oberhaus geht es für Flick und Co. bereits am Samstag wieder zur Sache, wenn der deutsche Rekordmeister in Sinsheim bei der TSG 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr, Sky) zu Gast ist und weitere wichtige Zähler im Kampf um den nationalen Titel sichern will.

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