Strittiger Elfer bringt Bayern ins Finale: Das sagen Niko Kovac und Florian Kohfeldt

Bremen/München - Der FC Bayern München und Werder Bremen haben sich einen dramatischen Schlagabtausch im DFB-Pokal geliefert. Der Rekordmeister siegte mit 3:2 (1:0). Der entscheidende Elfmeter erhitzt jedoch die Gemüter.

Robert Lewandowski erzielte den entscheidenden Treffer für den FC Bayern München.
Robert Lewandowski erzielte den entscheidenden Treffer für den FC Bayern München.  © DPA

Niko Kovac (47) und Florian Kohfeldt (36) hatten beide einen "packenden Pokalfight" gesehen, doch beim Knackpunkt des Spiels fanden sie nicht zueinander. "Wir sind zwei befreundete Trainer, aber beim Elfmeter sind wir nicht einer Meinung", sagte Bremen-Coach Kohfeldt nach der Niederlage seiner Mannschaft im Halbfinale des Pokals.

Der Rekord-Pokalsieger aus München zog nach dem knappen, aber verdienten Erfolg zum 23. Mal ins Finale ein. Dort ist am 25. Mai in Berlin im Olympiastadion RB Leipzig der Kontrahent.

Werder bleibt dann nur die Zuschauerrolle - was Kohfeldt ungerecht findet, denn der Foulelfmeter, den Robert Lewandowski (30) verwandelt hatte, stufte er als "brutal" und unberechtigt ein.

Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie (32) hatte den an diesem Abend kaum zu stoppenden Wirbelwind Kingsley Coman (22) im Strafraum lediglich leicht mit dem eigenen Ellbogen berührt, der Franzose fiel daraufhin und holte so den Strafstoß heraus.

"Neun von zehn Schiedsrichtern hätten da nicht gepfiffen", betonte der Werder-Coach verstimmt. "Da gibt es keine große Diskussion. Das war im Leben kein Elfmeter", befand Sportchef Frank Baumann (43).

Bayern-Trainer Niko Kovac sieht Entscheidung etwas anders

Kovac hingegen sprach lediglich von einer harten Entscheidung. "Wenn er nicht pfeift, können wir uns nicht beklagen. Der King (Coman, Anm. d. Red.) fällt nicht von allein. Der Ellbogen von Gebre Selassie war schon da, den hätte er besser weglassen sollen", meinte Kovac. Und fügte süffisant hinzu: "Da hat er sich ein bisschen dumm angestellt."

Kohfeldts Ärger richtete sich weniger gegen Schiedsrichter Daniel Siebert (34), der nach Rücksprache mit seinen Assistenten bei der Entscheidung blieb, als vielmehr gegen den Videoassistenten Robert Kampka (37).

Dieser hätte stärker intervenieren müssen, meinte der Werder-Coach im Hinblick auf die spielentscheidende Szene. "Ich bin normal ein großer Freund des Videobeweises, aber mit diesem Elfmeterpfiff könnte ich besser leben, wenn es keinen Videoschiedsrichter gegeben hätte", erklärte Kohfeldt.

Grund zum Feier: Der FC Bayern München steht einmal mehr im Finale des DFB-Pokals.
Grund zum Feier: Der FC Bayern München steht einmal mehr im Finale des DFB-Pokals.  © DPA
Bremen-Trainer Florian Kohfeldt (l.) und FCB-Coach Niko Kovac (r.) sind beim Elfmeter nicht einer Meinung.
Bremen-Trainer Florian Kohfeldt (l.) und FCB-Coach Niko Kovac (r.) sind beim Elfmeter nicht einer Meinung.  © DPA (Bildmontage)

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