Krönung in der Allianz Arena! FC Bayern schlägt Frankfurt und ist Deutscher Meister

München - Der FC Bayern München hat sich zum siebten Mal in Serie die Meisterschaft gesichert! Am 34. Spieltag der Bundesliga konnte der Rekordmeister vor heimischer Kulisse Eintracht Frankfurt mit 5:1 (1:0) in die Knie zwingen.

Kingsley Coman (r.) konnte für den FC Bayern München früh die Führung erzielen.
Kingsley Coman (r.) konnte für den FC Bayern München früh die Führung erzielen.  © DPA

Die Treffer für den alten und neuen Meister in der mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena erzielten Kingsley Coman (4. Minute), David Alaba (53.), Renato Sanches (58.), Franck Ribéry (72.) und Arjen Robben (78.). Für Frankfurt erzielte Sebastien Haller das einzige Tor des Tages (50.).

Im Vergleich zum Duell mit RB Leipzig am 33. Spieltag nahm Niko Kovac keine Änderungen an der ersten Elf vor. Ribéry und Robben mussten ebenso wie Rafinha bei ihrem letzten Spiel in der Bundesliga im Dress des FC Bayern zunächst auf der Bank des deutschen Rekordmeisters Platz nehmen.

Nach einer äußerst emotionalen Verabschiedung des Trios erwischten die Münchner, die beim letzten Heimspiel der Saison mit den neuen Heimtrikots antraten, einen perfekten Start in das Fernduell mit dem Verfolger aus Dortmund.

Nach einer feinen Kombination legte Robert Lewandowski auf Thomas Müller ab, der seinerseits den völlig freistehenden Coman am Strafraum der Gäste bediente. Der Rest war für den Franzosen, der Kevin Trapp im Kasten der Frankfurter keine Chance ließ, mit dem rechten Fuß nur noch Formsache (4.).

Danach blieben die Hausherren dominant, nutzten Unkoordiniertheiten in der Hintermannschaft der Gäste ein ums andere Mal aus. Serge Gnabry prüfte Trapp, stand dabei jedoch im Abseits (7.). Auch einen gefährlichen Distanzschuss von David Alaba konnte der Schlussmann der Eintracht gerade noch am Pfosten vorbei lenken (9.).

Knapp drei Minuten später war es erneut Trapp, der mit einer starken Parade gegen Lewandowski den nächsten Treffer der Münchner verhinderte (12.). Der Stürmer hatte im Strafraum zuvor David Abraham sehenswert getunnelt.

Treffer von Serge Gnabry nach Videobeweis zurückgenommen

Niko Kovac und der FC Bayern München lagen zur Halbzeit zweifelsohne auf Kurs.
Niko Kovac und der FC Bayern München lagen zur Halbzeit zweifelsohne auf Kurs.  © DPA

Nachdem sich die Kovac-Truppe bei aller Dominanz in den Minuten danach eine kleine Verschnaufpause gegönnt hatte, wurde es in der 26. Minute laut in der Arena. Der Grund: Gnabry hatte getroffen.

Der Treffer des Youngsters wurde aber nach dem Einsatz eines Videobeweises aufgrund einer Abseitsposition Lewandowskis, von dem das Zuspiel gekommen war zurecht, zurückgenommen.

Beeindrucken ließen sich die Bayern dadurch aber nicht, es blieb beim Fußball in eine Richtung. Frankfurts Jonathan de Guzmán lenkte per Grätsche eine flache Hereingabe von Coman an die eigene Latte (28.), Müller scheiterte in der Folge am überragenden Trapp, der ein Debakel zu diesem Zeitpunkt der Partie noch verhindern konnte.

Da den Gästen über weite Strecken die Mittel fehlten und die Münchner, bei denen Leon Goretzka verletzt vom Platz musste (37.), mit ihren klaren Chancen letztlich zu fahrlässig umgingen, ging es mit einem unnötig knappen Vorsprung in die Kabinen.

Kalte Dusche für den FC Bayern - und die passende Antwort

Die Fans des FC Bayern feierten Franck Ribéry und Arjen Robben zum Abschied.
Die Fans des FC Bayern feierten Franck Ribéry und Arjen Robben zum Abschied.  © DPA

Die zwischenzeitliche Quittung gab es nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff - und zwar nach einer Ecke der Eintracht. Nach einem Lattentreffer landete das Leder letztlich bei Haller, der zum Ausgleich aus wenigen Metern einnetzte (50.).

Wer nun mit einer Zitterpartie rechnete, irrte jedoch. Die Bayern, die im Anschluss an das Gegentor die Partie wieder kontrollierten, lieferten erst durch Alaba per Abstauber die passende Antwort (53.), dann sorgte der für Goretzka eingewechselte Sanches, der vom spielfreudigen Coman brillant in Szene gesetzt wurde, vom linken Fünfereck für die Vorentscheidung (58.).

Auch Ribéry (61. für Coman) und Robben (66. für Gnabry) durften gegen komplett indisponierte Frankfurter in der zweiten Halbzeit nochmals vor den heimischen Fans aktiv Abschied feiern.

Und es kam, wie es kommen musste. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung setzte der Franzose zu einem traumhaften Sololauf im Strafraum an, den er mit einem Lupfer über Trapp hinweg selbst krönte (72.).

Angestachelt von seinem kongenialen Partner ließ sich natürlich auch Robben nicht lumpen. Der Niederländer wurde von Alaba im Fünfer perfekt bedient - und netzte ebenfalls (78.)! Es war der krönende Schlusspunkt einer ganz großen Ära.

Für Ribéry, Robben und Rafinha ist der Titel ein gelungener Liga-Abschluss für die Zeit an der Säbener Straße. Der Franzose krönte sich zum ersten Spieler der Bundesliga, der neun Mal die Meisterschaft gewinnen konnte. Am kommenden Samstag können Ribéry und Co. gegen RB Leipzig (20 Uhr) im Zuge des Endspiels des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion nun noch das Abschieds-Double perfekt machen.

Der erste Titel der Saison ist perfekt: Der FC Bayern ist zum siebten Mal in Serie Deutscher Meister.
Der erste Titel der Saison ist perfekt: Der FC Bayern ist zum siebten Mal in Serie Deutscher Meister.  © DPA

Titelfoto: DPA

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