Trotz Teufelskerl Pavlenka: Bayern besiegt bissige Bremer knapp

München - (Zu) knapper Sieg! Der FC Bayern München konnte seine zeitweise drückende Überlegenheit gegen den SV Werder Bremen erst spät in ein Tor ummünzen und sein Heimspiel mit 1:0 (0:0) gewinnen.

Sinnbildliches Bild der ersten Halbzeit: Bayerns Thiago Alcantara (Zweiter von rechts) und Bremens Davy Klaassen (Zweiter von links) schenkten sich keinen Zentimeter Platz.
Sinnbildliches Bild der ersten Halbzeit: Bayerns Thiago Alcantara (Zweiter von rechts) und Bremens Davy Klaassen (Zweiter von links) schenkten sich keinen Zentimeter Platz.  © DPA

Das einzige Tor in der Allianz Arena erzielte Niklas Süle (75. Minute) zum entscheidenden 1:0 für die Münchner.

Bayerns Trainer Niko Kovac tauschte seine Startelf im Vergleich zum 4:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf auf zwei Postionen aus: Sven Ulreich und Jerome Boateng spielten positionsgetreu für die verletzten Manuel Neuer (Muskelfaserriss in der Wade) und Mats Hummels (Oberschenkelzerrung).

Bremens Coach Florian Kohfeldt nahm nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg nur einen Wechsel vor: Der defensivstärkere Kevin Möhwald ersetzte Angreifer Yuya Osako (Bank).

Und nach einer verteilten Anfangsphase, in der das Geschehen auf wenig ereignisreichem Niveau hin und her wogte, übernahm Bayern mehr und mehr die Spielkontrolle und erarbeitete sich auch die erste gute Gelegenheit.

SVW-Torwart Jiri Pavlenka entschärfte diese jedoch mit einer herausragenden Fußparade: Denn der Ex-Bremer Serge Gnabry tauchte nach herrlichem Pass von Thiago Alcantara vor ihm auf, schoss die Kugel aus acht Metern platziert in die kurze Ecke, fand aber im tschechischen Nationalkeeper seinen Meister (26.).

Gelb-Rot für Werder, Bayern drückend überlegen

Nach dieser Szene sah Werders Milos Veljkovic (l.) die Gelb-Rote Karte, weil er mit dem Ellenbogen voraus in Bayerns Niklas Süle sprang.
Nach dieser Szene sah Werders Milos Veljkovic (l.) die Gelb-Rote Karte, weil er mit dem Ellenbogen voraus in Bayerns Niklas Süle sprang.  © DPA

Davon abgesehen gab es im ersten Abschnitt keine nennenswerten Torraumszenen, weil beide Mannschaften defensiv sicher standen und die gegnerische Offensive immer noch entscheidend stören konnten.

Werder musste sich im Verlauf der ersten Halbzeit immer stärker auf die Abwehrarbeit konzentrieren, setzte über die schnellen Angreifer aber trotzdem immer wieder Nadelstiche, die den Bayern klar machten, dass sie gegen diesen gut eingestellten Gegner auf der Hut sein müssen.

Im zweiten Durchgang nahm die Partie Fahrt auf, weil die Münchner das Tempo erkennbar erhöhten: Robert Lewandowski (49. + 57.) scheiterte aber an Teufelskerl Pavlenka, der auch noch Gnabrys wuchtigen Hammer an den Pfosten lenkte (54.).

Als der Gelb-verwarnte Milos Veljkovic kurz darauf mit dem Ellenbogen voraus in einen Luftzweikampf mit Süle ging und die bayerische Abwehrkante erwischte, sah er folgerichtig die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Tobias Welz (58.).

Süle erlöst die Bayern

Späte Erlösung für den in Hälfte zwei drückend überlegenen FC Bayern: Niklas Süle (Zweiter von rechts) wird von seinen Kollegen nach seinem Treffer zum 1:0 beglückwünscht.
Späte Erlösung für den in Hälfte zwei drückend überlegenen FC Bayern: Niklas Süle (Zweiter von rechts) wird von seinen Kollegen nach seinem Treffer zum 1:0 beglückwünscht.  © DPA

Bayern machte in Überzahl noch mehr Druck, konnte vorerst aber einige gute Chancen nicht nutzen, was auch weiterhin an Pavlenka lag, der hielt, was zu halten war.

Als Süle dann aus der Distanz abzog und der Ball vom hereingrätschenden Davy Klaassen noch entscheidend abgefälscht wurde, war es soweit: Bayern lag 1:0 vorne (75.)!

Ein längst überfälliges-, wenn auch leicht glückliches Tor, weil Pavlenkas Beinbewegung nur Zentimeter am Leder vorbeiging!

In der Folge brachte Bayern das Ergebnis routiniert über die Zeit, ließ die Kugel durch die eigenen Reihen laufen und hatte noch weitere Möglichkeiten, etwa durch Lewandowski, der mit einem Schlenzer noch die Latte traf (79.) oder Leon Goretzka, der knapp am Tor vorbeilupfte (90+1.).

Ein weiterer Treffer gelang den Münchnern aber nicht mehr.

Nun treffen beide Mannschaften im DFB-Pokal-Halbfinale bereits am Mittwochabend (20.45 Uhr) erneut aufeinander, diesmal haben allerdings die Bremer Heimrecht.

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