Martinez trifft per Kopf: Bayern schlägt Hertha und rückt dem BVB auf die Pelle!

München - Der FC Bayern München ist weiter im Aufwind! Am 23. Spieltag der Bundesliga hat der Rekordmeister gegen Hertha BSC einen 1:0 (0:0)-Erfolg gefeiert und ist folglich zumindest vorerst mit Borussia Dortmund gleichgezogen.

Franck Ribéry (l.) durfte beim FC Bayern gegen Hertha BSC von Beginn an mitwirken.
Franck Ribéry (l.) durfte beim FC Bayern gegen Hertha BSC von Beginn an mitwirken.  © DPA

Den einzigen Treffer des Tages in der mit 75.000 Zuschauern erneut ausverkauften Allianz Arena in Fröttmaning erzielte Javi Martínez (62. Minute).

Trainer Niko Kovac hatte seine erste Elf im Vorfeld der Partie im Vergleich zum Remis gegen Liverpool dreifach geändert: Jérôme Boateng ersetzte den erkrankten Mats Hummels, Leon Goretzka rückte für Thiago in die Startformation und auch Kingsley Coman musste Platz machen. Franck Ribéry begann für ihn auf dem Flügel der Hausherren.

Gegen mutig beginnende Berliner benötigten die Bayern einige Minuten, um in die Partie zu finden, übernahmen dann jedoch wie erwartet die Kontrolle und bestimmten das Geschehen, ohne allerdings ernsthafte Torgefahr auszustrahlen.

Die Außenverteidiger Joshua Kimmich, der in der 14. Minute mit einem Schussversuch die erste Chance der Münchner verbuchen konnte, und David Alaba agierten erkennbar offensiver als beim Gastspiel an der Anfield Road gegen die Reds von Jürgen Klopp.

Gegen defensiv weiterhin stabil stehende Gäste tat sich die Mannschaft von Kovac dennoch erstaunlich schwer.

Hertha BSC verpasst Führung

James Rodríguez (r.) und der FC Bayern München taten sich gegen Berlin schwer.
James Rodríguez (r.) und der FC Bayern München taten sich gegen Berlin schwer.  © DPA

Stellenweise wirkte die Offensivabteilung komplett ideenlos und nicht gedankenschnell genug. Vor allem Robert Lewandowski agierte oftmals geradezu sinnbildlich für die Probleme in der ersten Hälfte. Stattdessen blieb eine kämpferische Alte Dame aus Berlin in der Partie und kam zu Chancen.

Nach einem Doppelpass mit Marko Grujić tauchte Salomon Kalou halblinks im Sechzehner der Bayern auf und legte den Ball aus spitzem Winkel am beim Rauslaufen zu lange zögernden Manuel Neuer vorbei, Boateng konnte jedoch im Fünfmeterraum für seinen geschlagenen Keeper klären (28.).

Entsprechend ging es mit einem aus Sicht der Gastgeber aufgrund der gezeigten Leistung als ernüchternd zu wertenden Remis in die jeweiligen Kabinen. Kovac reagierte in der Pause und brachte Thiago für Goretzka, der von dem Wechsel offenbar erst auf dem Rückweg auf den Rasen erfuhr und danach leicht angefressen auf der Bank Platz nahm.

Die Bayern begannen druckvoll, die erste richtig gute Gelegenheit hatten dennoch einmal mehr die Herthaner. Nach Zusammenspiel mit Ondrej Duda nahm Davie Selke von halbrechts Maß (56.). Den Ball, der in der langen Ecke über die Linie gerollt wäre, konnte Kimmich mit Glück und Geschick noch vor der selbigen abfangen und am Pfosten vorbei zur Ecke lenken.

Kurz darauf zog Kovac dann seinen nächsten Trumpf: Für einen unauffälligen Ribéry kam Coman (58.) in die Partie.

Martínez trifft für FC Bayern, Verletzung bei Coman

Javi Martínez sorgte mit seinem Kopfball in Durchgang zwei für den Bayern-Sieg.
Javi Martínez sorgte mit seinem Kopfball in Durchgang zwei für den Bayern-Sieg.  © DPA

Wie eng Freud und Leid beisammen liegen, wurde in den nächsten 10 Minuten deutlich. Zunächst erlöste Martínez nach einer James-Ecke die Fans auf den Rängen mit einem Kopfball zur Führung der Münchner (62.), dann saß auf einmal der gerade erst eingewechselte Coman auf dem Boden (66.).

Für den Franzosen, der immer wieder von Verletzungen geplagt ist, war die Partie ohne gegnerische Einwirkung beendet. Coman humpelte mit Hilfe der Betreuer und Schmerzen am linken Oberschenkel vom Feld sowie in die Katakomben, Thomas Müller nahm seinen Platz ein (67.).

So stark die Gäste aus der Hauptstadt, bei denen Karim Rekik nach einem Rempler gegen Lewandowski vom Platz musste (84.), bis zum Gegentreffer auch agiert hatten, eine passende Antwort konnte die Dardai-Truppe in der Schlussphase nicht mehr liefern.

Müller verpasste die Entscheidung (86.), es blieb beim erarbeiteten Dreier der Bayern.

Durch den Sieg zog der Rekordmeister punktetechnisch (51) zumindest vorerst mit dem Spitzenreiter aus Dortmund gleich, hat jedoch ein Spiel mehr auf dem Konto. Der BVB trifft am Sonntagabend (18 Uhr) im Signal Iduna Park auf Bayer Leverkusen.

Für den FC Bayern München geht es am kommenden Samstag (2. März, 18.30 Uhr) im Borussia-Park mit dem schweren Spiel bei Borussia Mönchengladbach weiter.

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