Mega-Talent: Ex-RB-Spieler Kühn wechselt von Ajax zum FC Bayern!

München - Nächster Transfercoup des FC Bayern München! Der Deutsche Rekordmeister hat Nicolas Kühn (20) von Ajax Amsterdam für die Rückrunde ausgeliehen.

Nicolas Kühn (l.) wurde in der Jugend bei RB Leipzig, Hannover 96 und dem FC St. Pauli ausgebildet.
Nicolas Kühn (l.) wurde in der Jugend bei RB Leipzig, Hannover 96 und dem FC St. Pauli ausgebildet.  © dpa/Andreas Gebert

Das gaben die Münchner am Mittwoch bekannt. Keine Angaben machte der FCB, ob eine Kaufoption ausgehandelt wurde.

"Wir verfolgen den Weg von Nicolas schon seit ein paar Jahren und freuen uns, dass er nun für ein halbes Jahr das Bayern-Trikot tragen wird. Diese Ausleihe ist für alle Seiten eine sehr interessante Geschichte“, sagt Campus-Leiter Jochen Sauer.

Kühn trainierte nach dem bestandenen Medizincheck am Mittwoch bereits erstmals mit seinem neuen Team. Vorerst soll er in der U23 der Münchner zum Einsatz kommen, die am Sonntag in die restliche Saison der 3. Liga mit dem Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen startet.

Doch Kühn könnte einer der Spieler sein, der schnell zu den Profis aufrückt - zumal die Personaldecke beim FCB bekanntlich dünn ist.

Dem Offensivspieler kommt zugute, dass er im Angriff vielseitig einsetzbar ist. Er kann sowohl auf beiden Außenbahnen spielen, als auch im Zentrum. Seine herausragenden Fähigkeiten wurden vom DFB erst im August 2019 ausgezeichnet: Kühn bekam die "Fritz-Walter-Medaille" in Gold als bester Spieler seines Jahrgangs (TAG24 berichtete).

Das ist wenig verwunderlich. Kühn ist schnell, dribbelstark, verfügt über eine exzellente Spielübersicht und -intelligenz und hat alle Anlagen, um den Durchbruch zu schaffen.

Nicolas Kühn kennt bereits viele Spieler des FC Bayern München II

Nicolas Kühn hat mittlerweile 33 Länderspiele für die Jugend-Teams des DFB absolviert und übernimmt dort erkennbar Verantwortung. Aktuell ist er der Dreh- und Angelpunkt des U20-Nationalteams.
Nicolas Kühn hat mittlerweile 33 Länderspiele für die Jugend-Teams des DFB absolviert und übernimmt dort erkennbar Verantwortung. Aktuell ist er der Dreh- und Angelpunkt des U20-Nationalteams.  © Imago Images / Jan Huebner

Deshalb wurde er schon früh in seiner Jugend umworben. Über die kleinen Klubs TSV Klein Heidorn und 1. FC Wunstorf ging es bereits im Alter neun Jahren ins Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli, wo er zwei Jahre blieb, ehe Hannover 96 ihn in holte.

Dort spielte er sich in den Fokus der besten Nachwuchsklubs Deutschlands und wechselte im Juli 2015 zu RB Leipzig, wo er seine Klasse in den Jugend-Bundesligen nachhaltig demonstrierte.

27 Tore erzielte er in insgesamt 53 Spielen, gab dazu auch noch acht direkte Vorlagen. Ajax erkannte sein Talent früh, lotste ihn im Januar 2018 in die Niederlande und zahlte RB eine Ablöse von zwei Millionen Euro.

Dort glänzte er in der U19 mit elf Toren und sechs Vorlagen in 13 Spielen. Doch an den Männerfußball muss sich der 1,76 Meter große Kicker noch anpassen. Denn für Ajax zweite Mannschaft, die in der zweiten niederländischen Liga spielt, kam er zwar auf 43 Einsätze, traf aber nur fünf Mal und legte sechs weitere Tore auf.

An seine Quoten aus Jugendzeiten kommt er also noch nicht heran. Doch der gebürtige Wunstorfer glänzt dafür seit Jahren in den deutschen Jugend-Nationalspielteams. Mittlerweile kommt er auf 33 Einsätze, in denen er 15 Tore schoss und elf Vorlagen gab. In der U20 ist er Dreh- und Angelpunkt der Offensive.

Der könnte er auch bei Bayern II werden, kennt er Trainer Sebastian Hoeneß (Sohn von Dieter) doch, weil er unter ihm in Leipzigs U17 spielte. Dort kickte er auch mit Mert Yilmaz und Kilian Senkbeil zusammen. Bei Länderspielen hießen seine Mitspieler unter anderem Lars Lukas Mai, Jann-Fiete Arp und Christian Früchtl. Viel Eingewöhnungszeit dürfte er bei den Bayern also nicht brauchen.

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