Liebe und Leidenschaft in der Bayern-Familie: Kovac über Hoeneß

München - Trainer Niko Kovac hofft kurz vor dem Amtsjubiläum von Uli Hoeneß noch auf eine lange Zeit des Präsidenten beim FC Bayern München.

Uli Hoeneß ist seit 1979 beim FC Bayern München tätig.
Uli Hoeneß ist seit 1979 beim FC Bayern München tätig.  © DPA

"Ich wünsche mir, dass er noch einige Jahre - Jahrzehnte wird vielleicht schwierig - tätig ist", sagte Kovac am Freitag in München.

Am 1. Mai 1979 hatte Hoeneß beim FC Bayern seinen ersten Arbeitstag als Manager. Später wurde er Präsident und Aufsichtsratschef.

"Sicherlich hat er dafür gesorgt, dass der Verein jetzt da steht, wo er steht. Das ist sein Mitverdienst. Klar gab es Weggefährten und Spieler. Aber letztlich muss man Uli Hoeneß ganz weit oben hinstellen", sagte Kovac.

"Er sagt, was er denkt. Das gefällt nicht immer jedem. Aber er ist die personifizierte Geschichte Bayern Münchens."

Dass sich Uli Hoeneß immer vor den FC Bayern stellt, gefällt Kovac. Das sei eben seine Familie und die verteidige man, sagte der Coach.

"Das zeigt die ganze Liebe und Leidenschaft, die er tagtäglich bringt."

Kovac zu Elfer-Diskussion: In Demokratie kann jeder die Meinung sagen

Bayern-Trainer Kovac hat gerade viel im Kopf.
Bayern-Trainer Kovac hat gerade viel im Kopf.  © DPA

Niko Kovac will sich vor dem Spiel des FC Bayern beim 1. FC Nürnberg nicht mehr in neue Debatten um den Halbfinal-Erfolg der Münchner im Pokal und den viel diskutierten Elfmeter einlassen.

"Wir leben in einer Demokratie. Da kann jeder seine Meinung äußern", sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Freitag.

Er habe sich in der Pressekonferenz nach dem 3:2 in Bremen klar zu der Situation geäußert. "Ich will mich in die Diskussion gar nicht mehr einlassen, das ist vorüber. Ich habe jetzt Nürnberg vor der Brust und das Spiel ist für mich absolut Priorität Nummer 1."

Bei einer weiteren Nachfrage zu dem in der Öffentlichkeit diskutierten Thema und dem Videobeweis erklärte Kovac: "Ich würde vorschlagen, wir stampfen Fußball ein, wir spielen kein Fußball mehr. Wir können die Zeit zurückdrehen, dann brauchen wir kein Instagram, kein Facebook, nichts mehr."

Das sei doch mal ein Ansatz, sagte Kovac. "Alles zurückdrehen, in die Steinzeit zurück." Jeder lege sich die Sachen immer so zurecht, wie man es in dem Moment brauche. "Wir werden keine Lösung finden und ich habe mir abgewöhnt, daran zu glauben, dass es nur eine Wahrheit gibt. Jeder hat seine eigene Wahrheit und jeder sieht es anders. Von daher drehen wir uns im Kreis."

Am Sonntag (18.00 Uhr auf Sky) ist der FC Bayern beim 1. FC Nürnberg zu Gast.

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