"Kein Notnagel": Rummenigge stärkt Müller nach FC-Bayern-Frust

München - Karl-Heinz Rummenigge glaubt nicht, dass der einstige Weltmeister Thomas Müller den FC Bayern München verlassen will.

Karl-Heinz Rummenigge (l), Vorstandschef vom FC Bayern, und Spieler Thomas Müller bei einem Besuch auf dem Oktoberfest.
Karl-Heinz Rummenigge (l), Vorstandschef vom FC Bayern, und Spieler Thomas Müller bei einem Besuch auf dem Oktoberfest.  © Matthias Balk/dpa

"Das Verhältnis zwischen Thomas und dem FC Bayern ist total intakt. Er wird ein wichtiger Bestandteil unseres Klubs bleiben", sagte der Bayern-Vorstandsvorsitzende im Interview der "Welt am Sonntag".

"Wenn Thomas zufrieden auf der Bank sitzen würde, wäre er im falschen Verein", unterstrich Rummenigge. Zuletzt war der 30 Jahre alte Angreifer unter Trainer Niko Kovac nur Ersatzspieler.

Kovac hatte zuletzt erklärt, dass Ex-Nationalspieler Müller seine Chancen bekommen werde, wenn "Not am Mann" sei (TAG24 berichtete).

"Niko und Thomas haben sich am vergangenen Sonntag ausgesprochen. Seine Aussage war nicht glücklich. Ich glaube, Thomas ist nicht nachtragend, und natürlich ist er kein Notnagel", sagte Rummenigge.

Müller habe die Reaktion gezeigt, die der Club wolle: "Er muss trotzdem mit der Situation seriös umgehen. Das tut er vorbildlich."

Bayerns Rummenigge wünscht sich Vertragsverlängerung mit Salihamidzic

Hasan Salihamidzic (l-r), Sportdirektor vom FC Bayern, Niko Kovac, Trainer vom FC Bayern München und Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef vom FC Bayern auf dem Oktoberfest.
Hasan Salihamidzic (l-r), Sportdirektor vom FC Bayern, Niko Kovac, Trainer vom FC Bayern München und Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef vom FC Bayern auf dem Oktoberfest.  © Stefan Matzke/Paulaner/Sampics/dpa

Karl-Heinz Rummenigge will Sportdirektor Hasan Salihamidzic längerfristig beim FC Bayern München halten.

"Hasan macht seinen Job gut, und ich wünsche mir, dass sein im nächsten Sommer auslaufender Vertrag verlängert wird", sagte der Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters der "Welt am Sonntag".

Salihamidzic ist seit August 2017 FCB-Manager. Er will Sportvorstand werden und sagt, dass er unter jemand anderem in dieser Position nicht arbeiten würde. Im Januar fängt Oliver Kahn im Vorstand der Bayern an.

Ob Salihamidzic die Beförderung erhalte, "muss der Aufsichtsrat entscheiden", sagte Rummenigge. "Ich würde es begrüßen."

Rummenigge wird den Bayern-Vorstand planmäßig Ende 2021 an Kahn übergeben. Der 64-Jährige ist sich sicher, dass der Ex-Torhüter in den zwei Jahren Übergangszeit fit für den Job wird. "Ich bin überzeugt, in dieser Zeit wird er sich freischwimmen, und danach wird er bereit sein, den Vorsitz im Vorstand zu übernehmen", sagte er.

Der noch amtierende Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Uli Hoeneß hatte sich auch schon positiv über die Zukunft von Salihamidzic geäußert. Dieser habe "einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass wir am Ende eine sehr gute Transferpolitik gemacht haben", sagte der 67-Jährige.

Im Verein werde Salihamidzic "sehr positiv" gesehen. Dessen Dreijahresvertrag läuft Ende der Saison aus.

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