Aussagen zu Leroy Sané: Bayern-Coach Niko Kovac entschuldigt sich!

München - Nach dem Torfestival gegen Fenerbahçe Istanbul gaben sich die Verantwortlichen des FC Bayern München beim Thema Leroy Sané (23) als Königspersonalie des Münchner Transfersommers ungewöhnlich kleinlaut.

Bayern-Trainer Niko Kovac hat sich für seine Aussage öffentlich entschuldigt.
Bayern-Trainer Niko Kovac hat sich für seine Aussage öffentlich entschuldigt.  © Javier Rojas/Pi/Prensa Internacional via ZUMA/dpa

"Wir sind alle gut beraten, nicht über andere Spieler zu sprechen, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen. Das ist ganz wichtig, dass wir das in Zukunft alle tun", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic (42) nach starken 6:1-Erfolg beim Vorbereitungsturnier gegen den Traditionsclub.

Salihamidzic bewertete die Leistung gegen Istanbul gerade in Hälfte eins als "Leckerbissen", der vier Tage vor dem Supercup-Duell gegen Borussia Dortmund Lust auf die erste Trophäen-Entscheidung der neuen Saison machte. Doch zunächst trifft der Rekordmeister am Mittwoch (20.30 Uhr, ZDF) im Finale auf Tottenham Hotspur.

Der Champions-League-Finalist hatte sich gegen das kriselnde Ensemble von Real Madrid um Toni Kroos mit 1:0 durchgesetzt.

Derweil geht der Poker um den 23 Jahre alten Nationalspieler Sané wohl in die entscheidende Phase. Noch einmal verärgern wollen die Münchner Verantwortlichen die City-Entscheider nicht.

Genau das soll dem Vernehmen nach durch die Aussagen von Niko Kovac (47) am Wochenende geschehen sein.

Karl-Heinz Rummenigge mit Rüffel für Trainer Niko Kovac

Leroy Sané wird vom FC Bayern München in diesem Sommer umworben.
Leroy Sané wird vom FC Bayern München in diesem Sommer umworben.  © Uwe Anspach/dpa

"Ich bin sehr zuversichtlich, davon gehe ich aus, dass wir ihn bekommen können", hatte der kroatische Coach erklärt. Postwendend pfiff Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (63) seinen leitenden Angestellten mit deutlichen Worten zurück.

"Mir hat die Aussage nicht gefallen. Da mache ich keinen Hehl draus", erklärte der Vorstandschef im ZDF. Mit Blick auf Sanés bis zum Sommer 2021 laufendem Vertrag beim englischen Meister wies Rummenigge darauf hin, dass "weder optimistische noch pessimistische Aussagen helfen".

Helfen sollen vornehme Zurückhaltung - und ein Rekordbudget für den erhofften Schlüsselspieler beim weiteren Umbruch.

Kovac erklärte in der Nacht zum Mittwoch, er habe sich für seine optimistische Einschätzung entschuldigt. "Ich bin ein bisschen zu offensiv geworden", räumte der Coach ein. Er habe bereits mit City-Trainer Pep Guardiola (48) telefoniert und sich "dafür entschuldigt, weil ich natürlich weiß, dass das ein Spieler von Manchester City ist".

Der 47-Jährige ließ allerdings auch durchblicken, dass er von der Richtigkeit seiner Aussage weiter überzeugt ist.

Auch Salihamidzic sprach von einer Entschuldigung Richtung des Vereins aus der Premier League - und auch das ließ ein Grollen auf der Insel zumindest erahnen. "Es ist wichtig, dass wir Respekt vor dem Club haben, Respekt vor den Besitzern von City und dem Trainer und meinem Kollegen", sagte der Bayern-Sportdirektor. Man solle nicht mehr über andere Spieler reden. "Ich hoffe, dass wir das alle verinnerlichen."

Titelfoto: Montage: Javier Rojas/Pi/Prensa Internacional via

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