Kahn bei Bayern als Rummenigge-Nachfolger? Das sagt der Titan

München - Kehrt Oliver Kahn (49) schon bald zum FC Bayern München zurück? Die Torwart- und Vereinslegende könnte als Nachfolger von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (63) an der Säbener Straße eine neue Ära einleiten.

Oliver Kahn kann sich eine Rückkehr zum FC Bayern München sehr gut vorstellen.
Oliver Kahn kann sich eine Rückkehr zum FC Bayern München sehr gut vorstellen.  © DPA

"Natürlich überlege ich mir das im Moment und kann mir das auch durchaus vorstellen", erklärte der 49-Jährige nun im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse im Hinblick auf die immer konkreter werdenden Gedankenspiele des Rekordmeisters.

Kahn, der laut Rummenigge ein "extrem wichtiger Spieler in der Geschichte von Bayern München gewesen" sei, wurde zudem von Präsident Uli Hoeneß (67) als "Wunschkandidat" bezeichnet.

Der 67-Jährige hatte darüber hinaus am Sonntag im "Doppelpass" auf Sport1 betont: "Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass Oliver Kahn ein Kandidat ist für die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge ist. Bevor er den Job antreten würde, würde er ein Jahr normales Vorstandsmitglied."

Es sind klare Worte, die wenig Spielraum lassen und bereits sehr konkret wirken.

"Wenn der FC Bayern München über solche Themen spricht, dann ist das kein Jobangebot oder ein Arbeitsplatz, sondern es ist der FC Bayern München. Und mit dem FC Bayern München verbinde ich viele Emotionen", so Kahn, der 14 Jahre im FCB-Kasten stand.

Eine unmittelbare Übernahme der Aufgaben ist für keine Seite ein Thema.

Rummenigge als "Lehrmeister"?

Karl-Heinz Rummenigge könnte als eine Art "Lehrmeister" für Oliver Kahn fungieren.
Karl-Heinz Rummenigge könnte als eine Art "Lehrmeister" für Oliver Kahn fungieren.  © DPA

Zunächst soll der ehemalige Nationalspieler in den Vorstand der Münchner einsteigen, um sich einarbeiten zu können und unter anderem von Rummenigge, der noch bis zum Jahr 2021 Vertrag hat, auf seine Rolle vorbereitet zu werden.

Wie Kahn gegenüber der Zeitung bestätigte, sei dies nicht nur in seinem Interesse, sondern sogar seine Idee gewesen. So handele es sich um eine "Form des Übergangs, die ich mir sehr, sehr gut vorstellen kann", führte der Ex-Keeper aus.

Er glaube in diesem Zusammenhang von sich, dass er sich "immer sehr gut einschätzen kann und konnte". Im Hinblick auf Größe und Strukturen des Rekordmeisters glaubt Kahn laut eigener Aussage nicht, einfach loslegen zu können. "So, wo ist jetzt mein Schreibtisch und jetzt geht's los", sei für ihn keine Option. Viel mehr wäre es vorteilhaft für alle Beteiligten, "so etwas Stück für Stück aufzubauen".

Des Weiteren sei er seit einem Jahrzehnt selbst unternehmerisch tätig, habe vieles aufgebaut und Firmen gegründet. Er trage somit eine "Verantwortung für Mitarbeiter" und könne nicht "Knall auf Fall sagen, ich mache damit Schluss und werfe alles weg und stehe da jetzt zur Verfügung".

Im Gegenzug profitiere er von eben jenen Erfahrungen, betonte Kahn. Er habe "die Fähigkeit entwickelt, auch einmal so einen Job übernehmen zu können". Es scheint inzwischen, als stünde nur noch die Frage nach einem Startzeitpunkt im Raum, ehe Kahn vielleicht eine gänzlich neue Bayern-Ära einleiten wird.

Oliver Kahn (r.) ist beim FC Bayern, für den er zwischen den Pfosten stand, eine absolute Vereinslegende.
Oliver Kahn (r.) ist beim FC Bayern, für den er zwischen den Pfosten stand, eine absolute Vereinslegende.  © DPA

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