Schwäche gezeigt: Bayern-Legende Breitner übt klare Kritik an Hoeneß und Rummenigge

München - Vereins-Legende Paul Breitner (67) hat den verbalen Rundumschlag gegen Medien und Experten von Präsident Uli Hoeneß (66) und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (63) vom FC Bayern München äußerst scharf kritisiert.

Paul Breitner hat Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kritisiert. (Archivbild)
Paul Breitner hat Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kritisiert. (Archivbild)  © DPA

"Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt, dass er diese Schwäche zeigt", sagte Breitner am Sonntagabend in der Sendung Blickpunkt Sport im Bayerischen Rundfunk.

Mit dem Auftritt der Verantwortlichen sei eine über Jahre geleistete Arbeit kaputt gemacht worden, den deutschen Fußball-Rekordmeister "aus dieser Arroganz-Atmosphäre, aus diesem Image, das der FC Bayern landauf landab hatte", zu befördern.

Rummenigge und Hoeneß hatten am Freitag mit einer Pressekonferenz für Aufsehen gesorgt, in der sie den Umgang mit dem FC Bayern und verdienten Profis in der aktuellen deutlich Krise kritisiert hatten. Der Vorstandschef des Rekordmeisters hatte im Presseraum an der Säbener Straße gar auf Artikel 1 des Grundgesetzes verwiesen.

"Ich muss Respekt vorleben, Achtung vor den Menschen vorleben, Höflichkeit und Fairness vorleben, dann kommt auch einer zurück", riet der 67-jährige Breitner. "Das wäre eigentlich die oberste Aufgabe der Führung des Clubs FC Bayern", führte er aus.

Rummenigge nicht überrascht

Uli Hoeneß (l.) und Karl-Heinz Rummenigge (r.) haben Kritik geäußert. (Archivbild)
Uli Hoeneß (l.) und Karl-Heinz Rummenigge (r.) haben Kritik geäußert. (Archivbild)

Rummenigge selbst hat sich indes vom großen und überaus negativen Echo nach der Pressekonferenz vom Freitag nicht überrascht gezeigt - und den Zweck des Auftritts der Bayern-Bosse unterstrichen.

"Sinn und Ziel der ganzen Geschichte war, der Mannschaft und dem Trainer zu zeigen, dass wir bereit sind, sie nach außen zu schützen", sagte der Vorstandsvorsitzende am Montag direkt vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel nach Athen. "Das war ein wichtiges Zeichen für die Spieler".

Am Wochenende war die Pressekonferenz ein großes Thema in den Medien, die dabei unter anderem den Verlauf der Veranstaltung, den scharfen Ton und die teils widersprüchliche Aussagen kritisierten. Daran dürfte sich auch so schnell wenig ändern, wird das Thema doch weiterhin zuweilen äußert kontrovers diskutiert.

"Dass es darauf ein Medienecho gab in der Größenordnung, war klar", erklärte Rummenigge, der allerdings auch versuchte, die Situation etwas zu beruhigen: "Wir haben die Medien kritisiert. Dass die Medien zurück kritisieren, war zu erwarten. Ich glaube, dabei sollten wir es belassen."

Paul Breitner (r.) hat die Bosse des FC Bayern für ihr Handeln kritisiert. (Archivbild)
Paul Breitner (r.) hat die Bosse des FC Bayern für ihr Handeln kritisiert. (Archivbild)

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0