Rafinha rechnet mit Bayern-Trainer Kovac ab: "Das war ein Tiefschlag"

München - Auf seiner Abschieds-Pressekonferenz kämpfte Rafinha (33) mit den Tränen. Nach acht Jahren beim FC Bayern waren ihm Verein, Spieler und Betreuer ans Herz gewachsen. Doch die vergangene Saison hatte sich der Brasilianer anders vorgestellt. In einem Interview geht der Außenverteidiger mit Trainer Niko Kovac hart ins Gericht.

Rafinha spielt acht Jahre für den FC Bayern München.
Rafinha spielt acht Jahre für den FC Bayern München.  © DPA

Mit dem FC Bayern feierte Rafinha große Erfolge. Sieben Mal wurde er deutscher Meister, gewann vier Mal den DFB-Pokal. 2013 wurde er mit den Münchnern Champions-League-Sieger.

Seine Abschieds-Saison hatte sich Rafinha jedoch anders vorgestellt gehabt. Der 33-Jährige hadert mit Niko Kovac. "Zwischen ihm und mir hat es einfach nicht funktioniert, vielleicht hatte er kein Vertrauen in mich. Es gab eine Phase, in der ich mehr Spiele hatte. Danach hat der Trainer einfach nicht mehr auf mich gesetzt, und das konnte ich nicht nachvollziehen", sagte der Defensivmann gegenüber der "SportBild".

Vor der Saison hätte ihm Kovac gesagt, dass er seine Einsätze bekomme. Am Ende durfte der Außenverteidiger in der Bundesliga lediglich 16 Mal ran. " Spieler mit großer Qualität saßen permanent draußen, das hat für große Unzufriedenheit gesorgt", so Rafinha.

Das Saisonfinale musste Rafinha von der Auswechselbank verfolgen, Kovac schenkte ihm keinen Abschiedseinsatz. "Das war ein Tiefschlag, der negative Höhepunkt. Ich war so enttäuscht! Der Trainer wusste, dass es mein letztes Spiel ist", so der Rechtsfuß.

FC Bayern: Rafinha kritisiert Niko Kovac scharf

Niko Kovac setzte im Saisonfinale nicht auf Rafinha.
Niko Kovac setzte im Saisonfinale nicht auf Rafinha.  © DPA

Rafinha, der künftig für Flamengo Rio de Janeiro auflaufen wird, rechnet mit Kovac ab: "Der Trainer hat mir mein Abschiedsspiel weggenommen." Arjen Robben und Franck Ribéry bekamen am letzten Spieltag ihre Abschieds-Einsätze vor heimischer Kulisse, Rafinha guckte in die Röhre. "Ich war fertig, total traurig. Mein Abschied wurde mir verwehrt, obwohl ich topfit war."

Der Ex-Münchner verriet in seinem Interview auch, dass es generell Probleme zwischen Spielern und dem Kroaten gegeben hätte. "Irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft fehlte, vielleicht, weil er nur wenigen Spielern vertraut hat, zu selten den Kontakt zu anderen gesucht hat."

Dem FC Bayern wünscht Rafinha zum Abschied "von Herzen alles Gute. Ich hoffe, dass bei Niko alles gut läuft, er lernt und Dinge verbessert. Dieses Jahr hat es nicht gut funktioniert."

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