FC Bayern vor Transferende: Wagners Fehlen und der Wirbel um Hudson-Odoi

München - Der FC Bayern München macht Druck auf Borussia Dortmund. Die letzten sieben Spiele in der Fußball-Bundesliga konnte der Rekordmeister allesamt für sich entscheiden. Nicht alle Akteure haben jedoch dabei auch Grund zur Freude.

Sandro Wagner ist mit seiner Rolle beim FC Bayern wohl nicht zufrieden. (Archivbild)
Sandro Wagner ist mit seiner Rolle beim FC Bayern wohl nicht zufrieden. (Archivbild)  © DPA

Denn in einer derart mit Stars gespickten Auswahl wie der des FC Bayern kann mitunter äußerst schnell Frust aufkommen. Vor allem bei den Spielern, die sich die Siege der Teamkollegen regelmäßig von der Bank aus anschauen dürfen.

Ob ein sichtlich angefressener Jérôme Boateng (30), ein mosernder James Rodríguez (27) oder ein eigentlich zu diesem Zweck verpflichteter Sandro Wagner (31): Die Rotation ist nach Misserfolgen von Trainer Niko Kovac (47) ausgesetzt worden.

Dass Wagner, der wohl aufgrund seiner im Verhältnis überschaubaren Qualitäten und der immensen Bedeutung von Robert Lewandowski (31) für das Team mit die geringsten Einsatzchancen aller Bankdrücker der Bayern aufweisen dürfte, dann kurz vor Ende des Wintertransferfensters am Donnerstag (18 Uhr) auch noch beim Training am Montag fehlte, heizte die Spekulationen um einen Abschied natürlich entsprechend schnell an.

Die Angabe eines Grundes für das Fernbleiben des Backups von Lewandowski erfolgte seitens des Meisters aus der Landeshauptstadt nicht. Der Stürmer äußerte sich nicht öffentlich.

Sky-Reporter Torben Hoffmann, der via Twitter über das Fehlen Wagners, der in laufenden Saison wettbewerbsübergreifend nur 264 Minuten für die Münchner auf dem Feld stand und dabei ein einziges Tor erzielte, berichtet hatte, legte weiter nach und sprach davon, erfahren zu haben, dass der Verein "bei einem lukrativen Angebot" und einem passenden Wechselwunsch "dem Stürmer keine Steine in den Weg legen" würde.

Abschied ohne Ersatz? Unwahrscheinlich.

Kein Ersatz, kein Hudson-Odoi

Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea steht beim FC Bayern München auf der Wunschliste. (Archivbild)
Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea steht beim FC Bayern München auf der Wunschliste. (Archivbild)

Ebenso unwahrscheinlich offenbar wie ein noch in diesem Winter erfolgender Transfer des mehr als heiß begehrten Callum Hudson-Odoi (18) vom FC Chelsea an die Isar. Der Premier-League-Klub hat einem ersehnten Wechsel laut mehrerer englischer Medienberichte trotz aller Bemühungen der Bayern erneut eine klare Absage erteilte.

Kein Wunder, hatten die Verantwortlichen des Londoner Klubs doch erst unlängst das Werben um den Youngster heftig kritisiert.

Im Sommer werden die Karten dann zwar neu gemischt, das ist aber Zukunftsmusik. Für Kovac und Co. zählt aktuell allerdings mehr denn je in den letzten Jahren das Hier und Jetzt - und das spielt sich im Fall von Wagner sowieso im Zentrum und nicht auf der Außenbahn ab. Eine Saison ohne Titel in der Liga oder der Champions League droht.

Sollte sich also nicht doch noch völlig überraschend ein preisgünstiger Stürmer finden, der sich mit der klar definierten Rolle hinter Lewandowski zufrieden gibt und sich zudem mindestens auf dem Niveau Wagners ansiedeln lässt, dürfte der 31-Jährige, der mit vielen Fragezeichen versehen von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtet worden war, in den kommenden Tagen wie gewohnt an der Säbener Straße wieder dem runden Leder nachrennen - wenn auch nur im Training.

Eine konträre Entwicklung wäre im Hinblick auf eine jederzeit mögliche Verletzung Lewandowskis bei der Jagd auf die Bundesliga-Krone sowie der anstehenden Aufgabe in der Champions League nichts anderes als Harakiri.

Sandro Wagner (l.) dürfte wahrscheinlich noch ein Weilchen das Trikot des FC Bayern tragen. (Archivbild)
Sandro Wagner (l.) dürfte wahrscheinlich noch ein Weilchen das Trikot des FC Bayern tragen. (Archivbild)  © DPA

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