Knappes Ding! FC Bayern schlägt Paderborn bei Generalprobe für Chelsea-Kracher

München - Die Generalprobe für das anstehende Duell mit dem FC Chelsea in der Champions League ist geglückt! Der FC Bayern München hat gegen den SC Paderborn in der Bundesliga jedoch nur einen knappen 3:2 (1:1)-Sieg eingefahren.

Grund zur Freude: Der FC Bayern München konnte den nächsten Sieg feiern.
Grund zur Freude: Der FC Bayern München konnte den nächsten Sieg feiern.  © Peter Kneffel/dpa

Die Tore für den Meister und Pokalsieger in der mit 75.000 Zuschauern einmal mehr ausverkauften Münchner Allianz Arena, in der gegen Paderborn das 250. Ligaspiel ausgetragen wurde, erzielten Serge Gnabry (25. Minute) und Robert Lewandowski (70., 88.). Für den Außenseiter trafen Dennis Srbeny (44.) sowie Sven Michel (75.).

Im Vergleich zum 4:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln stellte Bayern-Trainer Hansi Flick seine Startelf auf vier Positionen um: Lucas Hernández und Álvaro Odriozola rückten für Jérôme Boateng und Benjamin Pavard (beide gesperrt) in die Startelf. Zudem durften Philippe Coutinho und Corentin Tolisso für Thomas Müller und Kingsley Coman ran.

Gegen den Tabellenletzten aus Paderborn waren die Rollen klar verteilt. Einfach nur in das scheinbar unausweichliche Schicksal wollten sich die Gäste allerdings nicht fügen, hielten mit allen Mitteln äußerst vehement dagegen. Die Münchner taten sich im letzten Drittel in der Folge lange schwer.

Eine Möglichkeit durch Lewandowski, dessen Kopfball den Kasten jedoch knapp verfehlte (8.), war alles, was die Fans in der Anfangsviertelstunde zu sehen bekamen. Es fehlte in und um den Strafraum bei vielen Szenen das letzte Quäntchen an Genauigkeit, um etwas Zählbares verbuchen zu können.

Erst Gnabry gelang es schließlich als erstem Spieler, an diesem Umstand mit individueller Klasse etwas zu ändern.

Serge Gnabry trifft für FC Bayern München, Manuel Neuer patzt übel

Manuel Neuer leistete sich beim Rauslaufen einen untypischen Fehler - mit Folgen.
Manuel Neuer leistete sich beim Rauslaufen einen untypischen Fehler - mit Folgen.  © Angelika Warmuth/dpa

Nach einem unnötigen Ballverlust von Kai Pröger am eigenen Sechzehner schnappte sich Alphonso Davies den Ball, der letztlich über Lewandowski und Tolisso beim Flügelspieler der Roten landete, der nach wenigen Kontakten mit links in die rechte, untere Ecke zur Führung der Bayern traf (25.).

Beinahe hätte die Flick-Truppe sogar unmittelbar nachgelegt. Ein Kopfball von Lewandowski, der nach einer Flanke Coutinhos an das Leder kam, landete aus wenigen Metern aber in den Armen des Paderborner Keepers Leopold Zingerle, der ohne Probleme nur zupacken musste (28.).

Trotz aller Bemühungen und einer deutlichen Überlegenheit gegen weiterhin aufopferungsvoll kämpfende Gäste verpassten die Münchner es jedoch ein ums andere Mal, zu erhöhen. Immer wieder wurden besser postierte Mitspieler übersehen oder schlichtweg ignoriert.

Diese mangelnde Konsequenz im Abschluss rächte sich noch vor dem Pausenpfiff.

Nach einem überaus untypischen Fehler von Schlussmann Manuel Neuer, der sich beim Rauslaufen aus seinem Kasten komplett verschätzte, schnappte sich Srbeny nahe der Grundlinie des rechten Straufraumecks den Ball, dribbelte in Richtung Fünfer und vollstreckte mit dem linken Fuß eiskalt zum Ausgleich (44.).

FC Bayern München feiert Heimsieg gegen SC Paderborn

Robert Lewandowski (r.) scheiterte gegen den SC Paderborn mehrmals knapp.
Robert Lewandowski (r.) scheiterte gegen den SC Paderborn mehrmals knapp.  © Peter Kneffel/dpa

Die Bayern, die den Patzer zum Ende von Halbzeit eins schnell vergessen machen wollten, drückten nach der Pause auf die Führung. Zingerle rettete jedoch gegen Lewandowski überragend (53.) und wehrte zudem auch einen Kopfball des Polen nach dem anschließenden Eckball stark ab (54.).

Paderborn setzte vereinzelte Nadelstiche, ohne zunächst jedoch am nächsten Treffer gegen dominante Münchner zu schnuppern.

Bei Bayern brachten Müller (für Coutinho, 63.) und Coman für den bemühten, aber doch glücklosen Odriozola (63.) frischen Wind. Vermeintlich Aufatmen ließ aber dennoch Lewandowski die eigenen Fans. Die Lebensversicherung der Münchner netzte nach Vorlage von Gnabry zur erneuten und verdienten Führung ein (70.).

Wie eng Freud und Leid beisammen liegen können, bewies kurz darauf aber der krasse Außenseiter, der um den Klassenerhalt kämpft. Gegen eine unsortierte Münchner Abwehr war Michel plötzlich zur Stelle und sorgte für den sensationellen Ausgleich (75.).

Die Münchner, bei denen Joshua Zirkzee noch mitwirken durfte (87. für Tolisso), warfen in der Schlussphase alles nach vorne, hatten dabei letztlich das nötige Quäntchen Glück und vor allem Lewandowski auf ihrer Seite. Als vieles für ein Remis sprach, war der Stürmer einmal mehr zur Stelle und sorgte spät für die Entscheidung zugunsten des Rekordmeisters (88.).

Nach dem Sieg gegen Paderborn können Flick und Co. nicht lange Luft holen, bereits am Dienstagabend (21 Uhr, Sky) kommt es in der Königsklasse im Rahmen des Hinspiels im Achtelfinale zum Duell mit Chelsea. Der FC Bayern hat nach dem verlorenen Champions-League-Finale im Jahr 2012 noch eine Rechnung offen, will unbedingt den ersten Schritt machen, diese zu begleichen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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