"Es ist traurig": Stefan Effenberg kritisiert Bayern-Bosse wegen Niko Kovac

München - Der frühere Kapitän des FC Bayern München, Stefan Effenberg (50), hat in der Diskussion um Trainer Niko Kovac (47) deutliche Kritik an seinem ehemaligen Arbeitgeber geäußert.

Bayern-Trainer Niko Kovac erhält vom Verein nicht die volle Rückendeckung.
Bayern-Trainer Niko Kovac erhält vom Verein nicht die volle Rückendeckung.  © DPA

"Wie soll das mit Niko Kovac als Trainer in Zukunft funktionieren, nachdem sich die Verantwortlichen immer noch nicht zu einem Bekenntnis haben durchringen können? Wie soll ein Trainer, der nicht das volle Vertrauen bekommt, einen Umbruch mitgestalten? Das ist doch unmöglich", schrieb Effenberg in seiner Kolumne bei t-online.de.

"Die Bayern haben ein Fass aufgemacht, das sie gar nicht mehr schließen können. Die Diskussion kann jederzeit wieder aufflammen, selbst wenn sie das Double holen", erklärte Effenberg weiter.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic (42) hatte sich zuletzt nicht eindeutig zur Zukunft von Kovac geäußert, von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (63) bekam der Coach mit einem Vertrag bis 2021 keine Jobgarantie.

"Für mich ist klar: Der Verein sollte sich endlich zu einhundert Prozent zu Kovac bekennen. Vielleicht kriegen das die Verantwortlichen ja auch mal hin innerhalb der nächsten 14 Tage. 'Wir stehen ohne Wenn und Aber zu Niko Kovac und gehen mit ihm in die neue Saison.' Das kann doch nicht so schwer sein. Es ist traurig, dass sie das bisher nicht geschafft haben", erklärte der 50-Jährige.

Stefan Effenberg spricht über Umbruch beim FC Bayern

Mit Blick auf den Umbruch beim Rekordmeister rät Effenberg, dass sich sein früheren Verein mittelfristig nach einem neuen Toptorwart umschauen sollte. "Was passiert im Tor, wenn Manuel Neuer (33) immer häufiger auch über einen längeren Zeitraum verletzt ist? Da geht die Tendenz leider hin. Auch wenn Sven Ulreich (30) ihn in der Regel gut vertritt, ist es sicherlich sinnvoll, noch mal einen erstklassigen Torwart zu verpflichten", meinte Effenberg.

"Zumindest im kommenden Jahr, damit der Umbruch in diesem nicht zu groß wird. Das wäre nämlich auch nicht gut für einen Verein wie Bayern München", schilderte er seinen Gedankengang.

Stefan Effenberg übt wegen dem Umgang mit Niko Kovac deutliche Kritik an den Bayern-Bossen.
Stefan Effenberg übt wegen dem Umgang mit Niko Kovac deutliche Kritik an den Bayern-Bossen.  © DPA

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

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