FC Bayern zu Gast in Frankfurt: Thomas Müller vor historischer Marke, aber spielt Niko Kovac mit?

München - Die Stimmung beim FC Bayern München könnte derzeit sicherlich besser sein, wenngleich die Ergebnisse größtenteils stimmen. Beim Gastspiel in Frankfurt könnte immerhin Thomas Müller (30) Grund zur Freude haben.

Thomas Müller hat unter Bayern-Trainer Niko Kovac keinen leichten Stand.
Thomas Müller hat unter Bayern-Trainer Niko Kovac keinen leichten Stand.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Sollte der 30-Jährige am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, Sky und ZDF) im Frankfurter Stadtwald gegen die Eintracht vom Main auf dem Feld stehen, wäre es für Müller das 500. Pflichtspiel für den FC Bayern.

Ein überaus historischer Meilenstein für eine der großen Identifikationsfiguren der Münchner.

Ob es dazu kommt, ist allerdings alles andere als sicher. War Müller in den vergangenen Jahren stets gesetzt, so hat der Münchner Offensivspieler unter Bayern-Trainer Niko Kovac (48), der sich auf der Pressekonferenz am Donnerstag ausführlich zum Duell mit seinem ehemaligen Arbeitgeber geäußert hat, einen äußerst schweren Stand.

Aus dem einst stets gesetzten Akteur ist ein Spieler geworden, der oftmals lediglich "bei Bedarf" in eine Partie geworfen wird. Neuzugang Philippe Coutinho (27) erhält unter Kovac aktuell den Vorzug. Ein schwerer Schlag für Müller und dessen gereiftes Selbstverständnis als Fußballer.

Sogar Wechselgerüchte kamen auf. Diese schmetterte er allerdings bereits ab.

Zwar stand der Rechtsfuß in sämtlichen Bundesligapartien auf dem Rasen, brachte es jedoch nur auf 387 Minuten. Fünfmal wurde er ein-, dreimal ausgewechselt. Deutlich zu wenig für das Bayern-Urgestein aus Weilheim, das dennoch immerhin bereits vier Treffer vorbereiten konnte. Selbst jubeln durfte Müller in der Liga bislang aber nicht.

Vielleicht ändert sich dies gegen Frankfurt endlich - sollte Kovac ihm die Chance geben. Für den Haussegen beim Rekordmeister könnte dies in jedem Fall nur förderlich sein, hing dieser auf einer Vielzahl von Ebenen zuletzt schief.

Thomas Müller: Eine Karriere mit absolutem Seltenheitswert

Sein Debüt in der Bundesliga feiert Müller im Sommer des Jahres 2008 im Alter von 18 Jahren, 11 Monaten und 2 Tagen unter dem damaligen Übungsleiter Jürgen Klinsmann (55). Die Karriere, die daraufhin folgte, hat nicht nur in Deutschland Seltenheitswert - und ist noch lange nicht beendet.

Achtmal wurde Müller deutscher Meister, fünfmal Pokalsieger. Hinzu kommen noch der Triumph in der Champions League im Jahr 2013 sowie der Weltmeistertitel mit der Nationalmannschaft ein Jahr später.

Thomas Müller könnte gegen Eintracht Frankfurt sein 500. Pflichtspiel für den FC Bayern absolvieren.
Thomas Müller könnte gegen Eintracht Frankfurt sein 500. Pflichtspiel für den FC Bayern absolvieren.  © Sven Hoppe/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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