Kimmich zu Müllers Frust beim FC Bayern: "Identifikationsfigur würde fehlen"

Dortmund/ München - Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich zeigt Verständnis für den Frust seines Vereinskollegen Thomas Müller, der beim FC Bayern München ins Abseits geraten ist.

Thomas Müller (l.) sitzt beim FC Bayern meist auf der Bank, da kann Kollege Joshua Kimmich seinen Frust verstehen. (Bildmontage)
Thomas Müller (l.) sitzt beim FC Bayern meist auf der Bank, da kann Kollege Joshua Kimmich seinen Frust verstehen. (Bildmontage)  © Trask Smith/CSM via ZUMA Wire/dpa, Sven Hoppe/dpa

"Da würde eine große Identifikationsfigur fehlen", erklärte der 24 Jahre alte Kimmich zu einem möglichen Abschied von Müller. Der 30 Jahre alte Angreifer spielt seit der Jugend beim deutschen Rekordmeister.

"Ich weiß nicht, ob er gehen möchte", sagte Kimmich, der nach dem 2:2 der deutschen Nationalmannschaft in Dortmund gegen Argentinien am Mittwochabend nicht über Müllers Zukunft öffentlich spekulieren wollte. Er könne aber "nachvollziehen, dass er den Anspruch hat, spielen zu wollen", äußerte die Bayern-Stammkraft Kimmich.

Müller ist ins Grübeln geraten, nachdem er von Trainer Niko Kovac zuletzt in fünf Pflichtspielen nacheinander nicht in der Startelf zum Einsatz kam, sondern maximal als Joker (TAG24 berichtete). Die "Sport Bild" berichtete, dass Müller angeblich vom Verein im Winter die Freigabe haben wolle.

"Die Medien haben in den letzten Tagen wild spekuliert. Daran werde ich mich nicht beteiligen", äußerte Müller daraufhin im "Kicker". Wenn das Trainerteam ihn in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sehe, müsse er sich aber Gedanken machen. "Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig", betonte Müller in dem Interview.

Ein Vereinswechsel wäre frühestens in der Winterpause möglich. Müllers Vertrag in München läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Nach der jüngsten Aussage von Kovac, dass Müller bei "Not am Mann" seine Spiele bekommen werde, gab es ein Gespräch zwischen Trainer und Spieler.

"Als ich nach dem Spiel mit der Aussage konfrontiert wurde, war ich natürlich überrascht. Aber ich bin bei so etwas nicht so empfindlich. Es gab mit dem Trainer bereits ein Vieraugengespräch. Damit ist die Geschichte für mich ausgeräumt", sagte Müller.

Auf Müllers Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld zieht Kovac den vom FC Barcelona ausgeliehenen Brasilianer Philippe Coutinho vor.

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