FC Bayern muss heute gegen Stuttgart nachlegen!

München - Diesmal muss der FC Bayern München nachlegen! Im Fernduell mit Borussia Dortmund peilt der deutsche Rekordmeister im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr) den siebten Bundesliga-Sieg nacheinander an.

Joshua Kimmich (r.) und der FC Bayern München wollen nachlegen. (Archivbild)
Joshua Kimmich (r.) und der FC Bayern München wollen nachlegen. (Archivbild)  © DPA

"Wichtig ist, dass wir unsere Spiele gewinnen. Das andere können wir eh nicht beeinflussen. Es sei denn, wir spielen selber gegen Dortmund", erklärte etwa Nationalspieler Joshua Kimmich (23).

In der Vorbereitung auf den VfB ging der Blick am Samstag aber auch nach Dortmund: Dort fertigte der BVB den Gast aus Hannover 96 letztlich mehr als deutlich mit 5:1 ab und tat somit noch etwas für das vor dem Spieltag schon bessere Torverhältnis.

Nachdem die Bayern vor einer Woche durch das 3:1 in Hoffenheim vorgelegt hatten und die Borussia einen Tag später durch das 1:0 gegen Leipzig konterte, ist die Ausgangslage umgekehrt. Nach den Samstagsspielen waren die Westfalen neun Punkte voraus, am Sonntag sollen es nach Münchner Vorstellungen wieder sechs werden.

Keiner erwartet, dass das Starensemble gegen den wieder einmal abstiegsbedrohten VfB Punkte lässt. Doch nach den Hinrunden-Patzern gegen Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) ist die Truppe von Trainer Niko Kovac (47) gewarnt.

"Wir müssen über 90 Minuten konzentriert arbeiten. 19 Gegentreffer nach 18 Spielen ist definitiv zu viel", forderte der Coach einen besonderen Fokus auf die Defensivarbeit.

In der vergangenen Saison gab es am letzten Spieltag ein 1:4 gegen Stuttgart, doch da waren die Heynckes-Bayern schon im Meistertrubel und mit den Gedanken beim später verlorenen Pokalfinale.

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Borussia Dortmund konnte am 19. Spieltag einen 5:1-Sieg gegen Hannover feiern.
Borussia Dortmund konnte am 19. Spieltag einen 5:1-Sieg gegen Hannover feiern.  © DPA

An solch einen Überraschungscoup ist beim Tabellendrittletzten diesmal nicht zu denken.

"Jeder geht davon aus, dass die Bayern gewinnen. Wir fahren da hin, um am besten zu punkten und in der Außenseiterrolle über uns hinauswachsen", sagte VfB-Coach Markus Weinzierl (44) offensiv.

Der elf Millionen Euro teure Stuttgarter Rekordeinkauf Ozan Kabak (18, Galatasaray Istanbul) könnte sein Debüt geben, falls der angeschlagene Abwehrspieler Timo Baumgartl (22) ausfällt. Der zukünftige Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard (22) befindet sich nach seiner Verletzung am Oberschenkel noch im Aufbautraining.

Bei Bayern musste der erkältete Jérôme Boateng (30) eine Trainingspause einlegen. Franck Ribéry (35) und Arjen Robben (35) fehlen nach ihren Verletzungen weiter. Trotz der Ausfälle wird es im Starensemble erneut Härtefälle bei der Aufstellung geben. "Diejenigen die gespielt haben, haben es sehr gut gemacht. Klar ist es für die, die hinten dran sind, nicht einfach", sagte Kovac.

Serge Gnabry (23) ist nach Muskelproblemen zumindest wieder fit. Robert Lewandowski (30) erwartet "kein einfaches Spiel" und erwartet defensive Schwaben. "Sie werden versuchen, die ganze Mannschaft nach hinten zu stellen und auf Konter zu spielen", sagte der Pole vor dem Duell mit Stuttgart.

Gegen den VfB soll der Schwung des erfolgreichen Rückrundenstarts wirken. "Wenn wir so ins Spiel gehen, wie wir es in der ersten Halbzeit gegen Hoffenheim gemacht haben, dann bin ich guter Dinge, dass wir das Spiel gewinnen", sagte Kovac, der etwas fürs Torverhältnis tun möchte.

Nach den anspruchsvollen Aufgaben für München und Dortmund vor einer Woche und den Duellen mit abstiegsbedrohten Gegnern an diesem Spieltag stehen am nächsten Samstag Auswärtsspiele an - für die Bayern in Leverkusen und für den BVB in Frankfurt. "Die Gesamtkonstellation ist ähnlich", sagte Kovac. Aber am kommenden Samstag spielen die beiden Titelkandidaten wieder zeitgleich.

Der FC Bayern München will gegen den VfB Stuttgart etwas für das Torverhältnis tun. (Archivbild)
Der FC Bayern München will gegen den VfB Stuttgart etwas für das Torverhältnis tun. (Archivbild)  © DPA

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