Pfiffe und Jubel: FC Bayern schlägt VfB und bleibt an Dortmund dran

München - Der FC Bayern München bleibt Spitzenreiter Borussia Dortmund auf den Fersen: Der Rekordmeister hat am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart vor heimischer Kulisse einen 4:1 (1:1)-Erfolg verbucht.

Thiago schoss den FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart früh in Führung.
Thiago schoss den FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart früh in Führung.  © DPA

Die Treffer für den amtierenden Meister in der mit 75.000 Zuschauern einmal mehr restlos ausverkauften Münchner Allianz Arena erzielten Thiago (5. Minute), VfB-Akteur Christian Gentner per Eigentor (55.), Leon Goretzka (71.) sowie Robert Lewandowski (84.). Anastasios Donis hatte zwischenzeitlich zum 1:1-Ausgleich getroffen (26.).

Bayern-Trainer Niko Kovac vertraute gegen die Schwaben erneut der ersten Elf, die in der Vorwoche beim Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim einen 3:1-Sieg einfahren konnte. Jérôme Boateng musste weiter auf der Bank Platz nehmen, Mats Hummels verteidigte wieder neben dem gesetzten Niklas Süle.

Auf dem Rasen fackelte die Truppe des Kroaten, die als haushoher Favorit druckvoll begann, nicht lange. Bereits nach etwas mehr als vier Minuten legte Lewandowski einen Querpass von Thomas Müller im Strafraum eher unfreiwillig zurück auf Thiago, der sich nicht zweimal bitten ließ und aus zwölf Metern die Führung besorgte (5.).

Sichtlich verunsicherte, aber dennoch gewillte Stuttgarter fanden im Anschluss nicht in die Partie und hatten folgerichtig keine drei Minuten später Glück, dass ein Flachschuss von Joshua Kimmich den linken Pfosten nur knapp verfehlte. VfB-Keeper Ron-Robert Zieler wäre chancenlos gewesen.

Bayern holen Stuttgart zurück

Kingsley Coman (r.) und der FC Bayern München mussten sich ins Zeug legen.
Kingsley Coman (r.) und der FC Bayern München mussten sich ins Zeug legen.  © DPA

Während die Hausherren, die im 4-2-3-1 mit Thiago und Javí Martínez als Doppelsechs gewohnt agierten, zunächst dominant blieben, verpufften Entlastungsangriffe der Gäste zumeist aufgrund spielerischer Unzulänglichkeiten bereits im Mittelfeld. Erst als die Bayern Mitte des ersten Abschnitts deutlich den Fuß vom Gas nahmen und dem Außenseiter somit selbst die Tür zurück in das Spiel öffneten, legte dieser deutlich zu.

Die deshalb keinesfalls unverdiente Quittung für etwaige Nachlässigkeiten gab es in der 26. Minute. Donis öffnete die Tür nämlich nicht nur dankend, er trat sie kurzerhand ein. Der Offensivspieler pflückte einen Schlag von Gentner mit der Brust aus der Luft, nahm Maß und nagelte das Leder aus knapp 25 Metern sehenswert in den rechten Winkel.

Zieler verhinderte vor der Halbzeitpause mit starken Paraden gegen einen Volley von Thiago (32.) sowie einen knallharten Schuss von Kingsley Coman aus spitzem Winkel (36.) einen erneuten Rückstand der inzwischen nahezu ebenbürtigen Schwaben. Coman verpasste zudem knapp (44.).

Bayern-Schlussmann Manuel Neuer hielt Donis auf der Gegenseite ferner von einem Doppelpack (33.) ab, weshalb es unter Pfiffen von den Rängen und mit einem enttäuschenden Remis in die Kabinen ging.

FCB zwischen Himmel und Hölle

Trainer Niko Kovac und der FC Bayern München haben noch viel Arbeit vor sich.
Trainer Niko Kovac und der FC Bayern München haben noch viel Arbeit vor sich.  © DPA

Kovac wechselte in der Pause offensiv und brachte Serge Gnabry für Martínez. Der Youngster orientierte sich taktisch sofort auf die Außenbahn. Goretzka rückte etwas zurück, Müller ins Zentrum.

Es war eine Maßnahme mit Erfolg. Gnabry zog in der 55. Minute innerhalb des Strafraums einfach mal ab, Gentner bekam den Fuß noch dazwischen, lenkte das Leder jedoch in die eigenen Maschen.

Trotz der Führung wackelten die Bayern defensiv immer wieder, Nicolas Gonzalez traf den Pfosten (64.). Im Gegenzug wurde Lewandowski im Strafraum gefoult. Der Pole trat selbst an, scheiterte aber ebenfalls am Aluminium (65.).

Kurz darauf war das Duell aber trotzdem vorzeitig gelaufen. Goretzka sorgte per Kopf (71.) für die Vorentscheidung. Der finale Schlusspunkt gehörte Lewandowski, der doch noch netzen konnte (84.).

Für Kovac und Co. geht es in der Liga am Samstag (2. Februar, 15.30 Uhr) bei Bayer 04 Leverkusen zur Sache. Am folgenden Mittwoch (6. Februar, 20.45 Uhr) wartet dann Hertha BSC im Olympiastadion in der dritten Runde des DFB-Pokals.

Leon Goretzka (M.) sorgte mit seinem 3:1 in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung in der Allianz Arena.
Leon Goretzka (M.) sorgte mit seinem 3:1 in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung in der Allianz Arena.  © DPA

Titelfoto: DPA

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