München zieht ins Finale: Bayern gewinnt Pokalfight gegen Bremen

Bremen - Vor wenigen Tagen konnte der FC Bayern München in der Bundesliga gegen Werder Bremen einen knappen Sieg feiern. Auch im DFB-Pokal hat der Rekordmeister jetzt knapp gewonnen. Am Ende stand ein 2:3 (0:1)-Sieg zu Buche.

Bremens Max Kruse (l) und Münchens Joshua Kimmich kämpfen um den Ball.
Bremens Max Kruse (l) und Münchens Joshua Kimmich kämpfen um den Ball.

Die Tore im Halbfinale des DFB-Pokals schossen Lewandowski (36. Minute) und Müller (63.). Osako (74.) traf für Bremen, Rashica (75.) sorgte für den Ausgleich und Lewandowski rettete mit Elfmeter-Tor (80.).

Kovac tauschte in der Anfangself einmal: Hummels kommt für den gesperrten Siegestorschützen der letzten Partie Süle auf den Platz.

Bayern Trainer Niko Kovac stellte einen besonderen Rekord auf: Als erster Bundesliga-Coach hat er nun in seinen ersten drei Pokal-Spielzeiten dreimal das Endspiel erreicht.

Von Beginn an entwickelte sich eine extrem intensive Partie mit harten Zweikämpfen und viel Tempo. In der achten Minute näherte sich Werder erstmals dem Bayern-Tor an.

Der nach einer Oberschenkelverletzung gerade noch rechtzeitig fit gewordene Max Kruse schoss nach Ablage von Rashica jedoch drüber.

Müller verfehlte mit der Hacke aus kurzer Distanz knapp das Bremer Tor (10.), wenig später blockte Niklas Moisander einen Schuss des früheren Nationalspielers in höchster Not und verhinderte die Gästeführung (16.).

Beide Teams boten Power-Fußball und zeigten zahlreiche Offensivaktionen. Für die Bayern sorgte Kingsley Coman auf der linken Seite für ordentlich Wirbel, bei den Bremern zeigte Kapitän Kruse, warum sein Trainer Florian Kohfeldt ihn unbedingt dabei haben wollte. Der Münchner Mittelfeldstratege Thiago (22.) und Bremens Davy Klaassen (23.) hatten weitere Möglichkeiten.

Eine Situation, die zunächst gar nicht so gefährlich wirkte, brachte die Bayern dann in Front. Eine weite Flanke von Jérôme Boateng landete auf dem Kopf von Müller, der den Ball aus sehr spitzem Winkel in hohem Bogen an den Innenpfosten köpfte. Von dort sprang der Ball genau vor die Füße von Lewandowski, der nur noch einschieben musste. Fünf Minuten später traf der Pole erneut. Das Tor zählte jedoch nicht, weil Lewandowski klar im Abseits stand.

Bremen suchte noch vor der Pause nach der Antwort. Sven Ulreich, der erneut den noch nicht wieder einsatzbereiten Nationalkeeper Manuel Neuer vertrat, war bei einem abgefälschten Schuss von Kruse jedoch zur Stelle (45.).

Bayern führt Ende der ersten Halbzeit mit einem Tor.

Überraschender Ausgleich für Bremen bringt die Bayern zwischendurch ins Schwitzen

 Münchens Torwart Sven Ulreich ist gegen Bremens Davy Klaassen gefordert.
Münchens Torwart Sven Ulreich ist gegen Bremens Davy Klaassen gefordert.  © DPA

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Coman die Vorentscheidung auf dem Fuß. Auf starke Vorarbeit von Müller scheiterte der Franzose jedoch freistehend an Bremens Torwart Jiri Pavlenka (48.).

Müller machte es besser: Einen verunglückten Schuss des eingewechselten Leon Goretzka nahm er gefühlvoll an und überwand Pavlenka zum 2:0.

Kohfeldt erhöhte und brachte die 40 Jahre alte Stürmer-Legende Claudio Pizarro für Mittelfeldspieler Kevin Möhwald. Und plötzlich waren die Bremer gefährlich. Osako verkürzte nach Vorarbeit von Rashica auf 1:2 und nur wenige Sekunden später war der 22-Jährige selbst erfolgreich.

Die Bremer Fans wurden jedoch wenig später geschockt: Coman ging nach einem leichten Schieber von Theodor Gebre Selassie im Strafraum zu Boden und Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter. Lewandowski ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und schoss die Bayern ins Finale.

Damit zieht der FC Bayern am 25. Mai um 20 Uhr gegen RB Leipzig ins Pokal-Finale ein im Berliner Olympiastadion ein.

Münchens Robert Lewandowski jubelt nach dem Elfmetertor zum 3:2.
Münchens Robert Lewandowski jubelt nach dem Elfmetertor zum 3:2.  © DPA

Mehr zum Thema FC Bayern München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0