Zum Siegen verdammt: Jena braucht Ende der Negativserie

Jena - Verlieren verboten! Für Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena könnten die 90 Minuten im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig zukunftsweisend werden.

Trainer Lukas Kwasniok braucht dringend einen Sieg.
Trainer Lukas Kwasniok braucht dringend einen Sieg.

Den Thüringern drohen fünf Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz, sollte das Team von Trainer Lukas Kwasniok am Sonntag die dritte Niederlage in Serie kassieren. "Ich bin kein Freund der großen Worte. Unsere letzten beiden Spiele waren eine Katastrophe. Wir müssen am Sonntag gegen Braunschweig Taten auf dem Platz sprechen lassen", sagte Kapitän René Eckardt. Anpfiff der Partie ist um 14 Uhr.

Die Thüringer haben einen richtigen Negativlauf. Seit dem 23. Dezember 2018 gab es sechs sieglose Spiele in Serie, in den letzten zehn Partien sprang nur ein Erfolg heraus. Der letzte Heimerfolg datiert sage und schreibe vom 27. August 2018, als Jena im Derby gegen den FSV Zwickau mit 2:1 die Oberhand behielt.

Die Tendenz spricht jedoch für die Gäste aus Niedersachsen. "Braunschweig ist eine starke Mannschaft, die mit breiter Brust anreisen wird. Sie hat sich in der Winterpause sehr gut verstärkt, und die Ergebnisse dieses Jahr sind beeindruckend", sagte Kwasniok.

Der Zweitliga-Absteiger stand lange auf dem letzten Platz. Aber die "Löwen" arbeiteten sich mit fünf Siegen aus den letzten sieben Spielen nach oben und haben als 17. nur noch zwei Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Jena liegt zwei Punkte dahinter. In der Rückrunden-Tabelle steht die Eintracht sogar auf dem beachtlichen dritten Platz.

Das größte Problem der Saalestädter ist die Offensive. Seitdem Stürmer Julian Günther-Schmidt seit Anfang des Jahres mit einer Schambeinentzündung ausfällt, präsentiert sich Carl Zeiss viel zu harmlos.

Die Gründe hierfür sind mitunter hausgemacht. Nach den Abgängen von Top-Stürmer Timmy Thiele und dem Mittelfeldstrategen Jan Löhmannsröben im vergangenen Sommer versäumte es der ehemalige Sportdirektor Kenny Verhoene, adäquaten Ersatz im Angriff zu verpflichten. Die Folgen machen sich nun - über ein halbes Jahr später - im Kampf gegen den Abstieg bemerkbar.

Für Eintracht-Coach André Schubert ist Jena kein Team, das in "dieser Tabellenregion stehen müsste. Aber man hat einfach manchmal Phasen, in denen man nicht so gut trifft oder die Mannschaft verunsichert ist. Dann rutscht man einfach unten rein", sagte Schubert.

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