Ex-Dynamo-Probespieler Mickels wechselt zu Carl Zeiss Jena

Jena - Offensiv-Verstärkung für den FC Carl Zeiss Jena! Die Thüringer haben sich bis Saisonende die Dienste von Joy-Lance Mickels (25) gesichert, der zuletzt beim FSV Wacker Nordhausen spielte. Er unterschrieb beim FCC einen leistungsabhängigen Vertrag.

Joy-Lance Mickels zog sich im Testspiel für Dynamo Dresden beim 1:0-Sieg in Zwickau einen Muskelfaserriss zu.
Joy-Lance Mickels zog sich im Testspiel für Dynamo Dresden beim 1:0-Sieg in Zwickau einen Muskelfaserriss zu.  © Picture Point/Roger Petzsche

Da Nordhausen bekanntlich in finanzielle Schieflage geraten ist, befand sich der flinke Flügelflitzer seit einigen Wochen auf der Suche nach einem neuen Klub. Den hat er mit dem abgeschlagenen Tabellenletzten der 3. Liga nun gefunden.

Sein neuer Coach, Rico Schmitt, sagte auf der Website des FCC: "Joy-Lance Mickels ist ein robuster und schneller Spieler, der in Nordhauen einer der Leistungsträger war. Nun wird es darauf ankommen, dass wir ihn schnell in die Mannschaft integrieren und dabei unterstützen, die Fähigkeiten, die er mitbringt, auch in der 3. Liga einzubringen."

Auf Anhieb helfen kann er seinem neuen Team allerdings nicht. Denn Mickels laboriert noch an dem Muskelfaserriss, den er sich als Probespieler von Dynamo Dresden am 9. Januar beim 1:0-Sieg der SGD in Zwickau zugezogen hatte.

Dynamo gab ihm keinen Vertrag und verabschiedete ihn damals mit warmen Worten, sprach von einem "guten Eindruck", den er hinterlassen habe und wünschte ihm für seinen Heilungsprozess "alles erdenklich Gute" (TAG24 berichtete).

Das Probetraining war über SGD-Co-Trainer Heiko Scholz zustandegekommen, der ihn in Nordhausen trainiert hatte und weiß, was Mickels kann.

Joy-Lance Mickels trifft im März auf seinen Bruder Leroy-Jacques Mickels

Leroy-Jacques Mickels (l.) spielt seit Saisonbeginn ebenfalls in der 3. Liga. Er steht beim Spitzenreiter MSV Duisburg unter Vertrag und trifft am 18. März auf seinen älteren Bruder.
Leroy-Jacques Mickels (l.) spielt seit Saisonbeginn ebenfalls in der 3. Liga. Er steht beim Spitzenreiter MSV Duisburg unter Vertrag und trifft am 18. März auf seinen älteren Bruder.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Neben den bereits von Schmitt erwähnten Stärken ist er auch technisch versiert, dribbelstark und verfügt über einen guten Zug zum Tor.

Doch trotz seiner auf dem Papier starken Quote von 18 Toren und 18 Vorlagen in 61 Spielen für Wacker ist hier noch Luft nach oben.

Denn Mickels hat immer wieder Phasen, in denen er einige Großchancen zu viel versiebt. In der 3. Liga muss er das abstellen, wenn er sich dauerhaft durchsetzen will.

Für ihn gilt es nun aber erstmal, schnell wieder fit zu werden und sich dann möglichst sofort an das höhere Leistungsniveau in der 3. Liga zu gewöhnen, um mit Jena vielleicht doch noch das Wunder Klassenerhalt zu schaffen.

Mit zehn Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bei nur noch 17 Spielen eine echte Herkulesaufgabe für ihn und Carl Zeiss.

Zumal Mickels selbst bislang nicht über die viertklassige Regionalliga hinausgekommen ist. So spielte er vor seiner Zeit in Nordhausen bei Borussia Mönchengladbach II, dem FC Schalke 04 II und Alemannia Aachen, der Sprung in den Profifußball blieb ihm aber bislang verwehrt.

Nun hat er endlich seine Chance und wird mit Carl Zeiss am 18. März übrigens auf seinen jüngeren Bruder Leroy-Jacques treffen, der bis Saisonbeginn ebenfalls noch nie höher als Regionalliga gespielt hatte, nun aber beim Drittliga-Tabellenführer MSV Duisburg unter Vertrag steht, wo er bisher auf 21 Einsätze (vier Tore, sechs Vorlagen) kam.

Joy-Lance Mickels verstärkt den FC Carl Zeiss Jena bis Saisonende.
Joy-Lance Mickels verstärkt den FC Carl Zeiss Jena bis Saisonende.  © Picture Point/Roger Petzsche

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