FC Carl Zeiss überrascht! Jena beendet Negativserie in Wiesbaden

Wiesbaden/Jena - Sie können es doch noch! Nach neun sieglosen Ligaspielen hat der FC Carl Zeiss Jena endlich mal wieder ein Spiel gewonnen. Durch einen Doppelpack von Phillip Tietz und einem Treffer von Manfred Starke gewannen die Thüringer vor 2387 Zuschauern beim SV Wehen Wiesbaden mit 3:2.

Tietz feiert seinen zweiten Treffer zum 2:1.
Tietz feiert seinen zweiten Treffer zum 2:1.  © Imago

Mit den Hessen hatten die Thüringer einen Gegner vor der Brust, bei dem es schwer werden würde den Bock endlich umzustoßen. Seit vier Spielen war Wehen ungeschlagen. Am letzten Spieltag hatte es sogar ein 7:0-Torfestival gegen Fortuna Köln gegeben (TAG24 berichtete).

Doch die Mannen von Mark Zimmermann wollten sich nicht verstecken und etwas Zählbares aus der Ferne mitbringen. Dafür veränderte Zimmermann seine Mannschaft auf gleich fünf Positionen.

Cros ersetzte Slamar in der Abwehr, im Mittelfeld begannen Erlbeck und Wolfram für Eckardt und Sucsuz und im Angriff kamen Tietz und Tchenkoua für Günther-Schmidt und Felix Brügmann in die Startelf.

Allerdings konzentrierte sich der FCC zunächst auf die Verteidigung und das auch mit Erfolg. Mehr als ein Fernschuss von Niklas Schmidt (7.), der gut einen Meter über das Tor ging, sprang für die Gastgeber in der ersten Viertelstunde nicht heraus.

Als Jena dann ein wenig aufrückte, klingelte es im Gehäuse. Patrick Schönfeld marschierte mit dem Ball durchs Mittelfeld und passte auf den frei vor Coppens auftauchenden Jules Schwadorf, der den Ball zum mitgelaufenen Manuel Schäffler (17.) quer legte und dieser nur noch zum 1:0 für die Hausherren einschieben musste.

Doch der Rückstand sorgte nicht für Unordnung im Jenaer Spiel, es fehlte allerdings die Durchschlagskraft nach vorn, um mögliche Chancen zu erzwingen.

In der 26. Minute konnten sich die Thüringer dann bei ihrem Schlussmann bedanken, der mit einem Hammerreflex das 2:0 durch Kyereh verhinderte. Damit erwies Jo Coppens seinem Team einen Bärendienst, der dann nur zwei Minuten später den Ausgleich einleitete.

Pure Erleichterung bei den Spielern des FC Carl Zeiss Jena nach dem Spiel.
Pure Erleichterung bei den Spielern des FC Carl Zeiss Jena nach dem Spiel.  © Imago

Ein weiter Abschlag landet am Ende bei Tietz (28.) im Strafraum, der eine unsortierte Wehenerr Hintermannschaft ausnutzte und flach ins Tor vollendete.

Nun lief der Ball bei den Thüringern auch besser in der Offensive und kurz vor der Halbzeit hätte Torschütze Tietz fast ein zweites Mal zugeschlagen. Doch nachdem er sich durch die gegnerische Abwehr durchtankte, stocherte er den Ball aus knapp sieben Meter Entfernung knapp am Tor vorbei.

Durch eine solide Abwehrleistung und eine gesteigerte Offensive gingen die Thüringer mit einem verdienten 1:1 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit erwischten die Gastgeber dann den klar besseren Start und kamen zu mehreren Großchancen. Doch Schwadorf (47.) verfehlte mit einem Flachschuss nur knapp das Tor und Schäffler (66.) scheiterte mit einem Kopfball aus neun Metern am stark parierenden Coppens.

War das 2:1 für die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt längst überfällig, waren es schließlich die Gäste, die in Führung gingen. Ein Starke-Freistoß konnte nicht konsequent von der Wehener Hintermannschaft geklärt werden und so nutzte erneut Tietz (75.) die Gunst der Stunde und staubte aus gut vier Meter Entfernung zur Jenaer-Führung ab.

Spiel gedreht! Jetzt hatte der FCC Blut geleckt

Doppeltorschütze Tietz lief alleine auf das Tor der Gastgeber zu und handelt uneigennützig, indem er auf seinen Dreierpack verzichtete und auf den mitgelaufenen Manfred Starke (79.) passte, der die Kugel nur noch einschieben brauchte.

Wehen machte das Spiel, doch Jena die Tore und so standen die Mannen von Mark Zimmermann dem ersten Sieg nach neun sieglosen Spielen gegenüber.

Doch kurz vor Schluss wurde es noch mal spannend, da Wehen Wiesbaden per Foulelfmeter durch Schmidt auf 2:3 verkürzte. Debütant Schüler brachte Schmidt im Strafraum zu Fall, woraufhin der Schiedsrichter folgerichtig auf den Punkt zeigte.

Und in der Nachspielzeit zitterten nicht nur die Beine aller Jena-Anhänger, sonder auch das Gehäuse von Coppens. Maximillian Dittgen traf in der 92. Minute mit einem Volleyschuss die Latte.

Am Ende blieb es jedoch beim 3:2 für Jena, die dank einer großartigen Effizienz endlich mal wieder als Sieger vom Platz gingen. Wohl gemerkt, der letzte Sieg in der Liga gelang im August 2018 gegen Zwickau.


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