Dieser Ex-Bundesligaprofi könnte neuer Trainer des FC Carl Zeiss Jena werden

Jena - Nach dem Rauswurf von Lukas Kwasniok laufen in Jena die Verhandlungen um einen neuen Trainer auf Hochtouren - ein Favorit scheint gefunden zu sein.

Timo Rost an der Seitenleine des SpVgg Bayreuth, seinem aktuellen Verein.
Timo Rost an der Seitenleine des SpVgg Bayreuth, seinem aktuellen Verein.

Denn wie die Bild berichtet, sollen sich die Verantwortlichen besonders für den Ex-Bundesligaprofi Timo Rost interessieren. Der trainiert gerade die SpVgg Bayreuth in der Regionalliga, soll aber eine Ausstiegsklausel im Vertrag haben.

Besonders verlockend scheint Rosts Trainererfahrung in der Regionalliga zu sein, denn Bayreuth führte er in der vergangenen Saison als abgeschlagenen Tabellenletzten doch noch zu einem vorzeitigen Klassenerhalt und Tabellenplatz zehn.

Genau das, was Jena in der dritten Liga auch noch schaffen will! Am Montag soll es bereits Gespräche zwischen Rost und dem FCC gegeben haben, kann man sich einigen, könnte Rost schon am Samstag gegen Kaiserslautern auf der Bank sitzen.

Ein Manko hat Timo Rost aber: Als Spieler kommt er zwar auf mehr als 140 Einsätze in der Bundesliga, als Trainer hat er aber noch nie in der dritten Bundesliga gearbeitet. Zudem wartet in Jena eine Mammut-Aufgabe auf ihn, denn nach neun Niederlagen in zehn Spielen fehlen bereits 10 Punkte auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Neben Timo Rost gibt es aber noch einen weiteren Namen, der immer wieder fallen soll: Rene van Eck! Und der ist in Jena kein Unbekannter, saß bereits zwischen 2008 und 2010 auf der Bank.

Mannschaft randaliert nach Kwasniok-Rauswurf

Dominic Volkmer war Wunschspieler von Lukas Kwasniok gewesen.
Dominic Volkmer war Wunschspieler von Lukas Kwasniok gewesen.  © Imago Images / Picture Point

Misstöne gab es derweil allerdings aus Mannschaftskreisen, denn viele Spiele scheinen den Rauswurf von Lukas Kwasniok alles andere als gut aufgenommen zu haben.

Wie die TLZ berichtet, gäbe es ein Video, das zeigt, dass in der Mannschaftskabine Deckenplatten herausgeschlagen wurden, Kabel hängen heraus, Bierkisten und Weinflaschen liegen im Raum verteilt. Unter normalen Umständen schon nicht zu akzeptieren, aber in Jena war der Bereich dazu auch noch im Sommer erst neu renoviert worden.

Geschäftsführer Chris Förster fand deswegen auch deutliche Worte, nannte die Aktion "absolut inakzeptabel", erklärte, dass die Mannschaft sich für ihr Verhalten entschuldigt habe und am Sonntag bereits Geld für die Reparaturen hinterlegte.

Dass viele Spieler am Trainer gehangen haben, war bereits nach Abpfiff klar gewesen, besonders Kapitän Dominic Volkmer, für dessen Verpflichtung Kwasniok auf Teile seines Gehaltes verzichtete, hoffte, dass man den Coach nicht feuern würde.

Nach der endgültigen Entscheidung posteten er und einige andere Mitspieler bewegende Abschiedsworte für ihren Trainer, der sportlich, in dieser Saison, wenig Erfolg vorweisen konnte, aber menschlich anscheinend zu einem wahren Freund geworden ist.

Titelfoto: imago images / Peter Kolb

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